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Aztekische Götter

Unsere Kenntnis der Religion ist begrenzt, weil die katholischen Missionsbemühungen den Zugang zu den aztekischen Priestern verschüttet haben. Jedoch wissen wir, daß bei den Azteken das ganze Leben im wesentlichen von einem einheitlichen religiösen Grundsystem durchzogen war.

Im Verständnis der Azteken existierte eine kosmische Ordnung, der selbst die Götter unterworfen waren. Nach ihrer Vorstellung hatte die Welt bereits vier Zeitalter durchlebt, die jeweils von anderen Lebewesen geprägt und durch charakteristische Katastrophen in bestimmten Momenten zu Ende gegangen waren. Die gegenwärtige Welt gehörte der fünften dieser „Sonnen“ an und sollte dereinst durch Erdbeben zu Grunde gehen.
Die Entstehung der Gegenwärtigen erfolgte so:
Nach einer Tradition opferten sich im nächtlichen Dunkel auf Beschluß der versammelten Götter zwei von ihnen im Feuer und erschienen als Sonne und Mond neu. Um diese regelmäßige Bewegung zu setzen, bedurfte es aber noch des freiwilligen Opfers der übrigen Götter. Aus diesem Selbstopfer der Götter leiteten die Azteken die Notwendigkeit ab, den Bestand der gegenwärtigen Welt durch zahlreiche Menschenopfer zu sichern.

Der Gott Quetzalcoatl ist die eigentliche Schöpfergottheit. Ihm verdanken die Menschen die wichtigen Weisheiten und Erfindungen, aber auch die Nahrungsmittel. Als Windgott E´ecat, der besonders an der Golfküste verehrt wurde, bereitete er außerdem die Fruchtbarkeit bringenden Regenfälle vor. Schließlich tritt er auch als Morgenstern auf.

Die bedeutendste Gottheit war Tezcatlipoca, erkennbar am rauchenden Obsidianspiegel anstelle des rechten Fußes. Er war die Gottheit der Vorsehung, allgegenwärtig und allwissend. Tendenziell war er destruktiv, mit der Nacht verbunden und mit dem Krieg.

Der Doppeltempel war zwei anderen Gottheiten geweiht: An erster Stelle Huitzilopochtli, der eigentliche Gott der Azteken.
Jede Bevölkerungsgruppe verehrte ihre spezielle Gottheit. Ihre Verkörperung war das „Heilige Bündel“, das aus verschiedenen mit der Gottheit durch Mythen verbundenen Gegenständen bestand, die wie eine Traglast in ein Tuch eingewickelt waren und bei Wanderungen mitgetragen wurden. In Tenochtitlán war deshalb ein eigener Tempel zur Aufnahme der Götter der unterworfenen Völker eingerichtet worden.
Die zeitliche Ordnung des Kults geschah durch mehrere rituelle Kalender. Als wichtigster gilt ein Zyklus von 260 Tagen, gebildet durch die Kombination von 20 Zeichen, Namen von Tieren und Naturerscheinungen, mit den Zahlen 1 bis 13. Die Tage dieses Kalenders dienten zu Wahrsagezwecken, wofür auch spezielle Bilderhandschriften herangezogen wurde.

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