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Mondphase
MONDPHASE
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"Die Normalität ist eine gepflasterte Straße; man kann gut darauf gehen - doch es wachsen keine Blumen auf ihr." (Vincent Van Gogh)
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Babylonische Götter

A

Adad (in Syrien Hadad):
„Deichgraf des Himmels“
„Herr des Überflusses“
Wetter- und Regengott.
Gewöhnlich mit dem Keilschriftzeichen für „Wind“ geschrieben.
Er galt als Sohn des Himmelsgottes An.
Kennzeichen ihn als Segensspender.
Hält er den Regen zurück, treten Dürre und Hungersnot ein.
Sein Symboltier ist der Stier sein Symbolzeichen das Blitzbündel.
Nach einem alten Hymnus erbeben Himmel und Erde vor dem auch Ramman („Donner“) genannten Gott.
Er wird mit einem von astralen Symbolen verzierten Kleid und mit einem hohen von einer Federkrone geschmückten Hut, in den Händen das zangenförmige Blitzzeichen, dargestellt.

An (Anu):
Oben oder Himmel.
Sein Name bedeutet im Sumerischen „oben oder „Himmel“ und wird in der Keilschrift mit demselben Zeichen wie das Word „Gott“ geschrieben.
Als seine Gattin wird Ki (Erde) oder die Göttin Antum genannt.
An ist der oberste Gott des sumerischen Pantheons mit dem Kulturmittelpunkt Uruk.
In babylonischer Zeit wird zwar noch immer seine Hoheit als Himmelsgott betont, aber im Kult spielt er keine wichtige Rolle mehr.
Den Menschen ist er meist nicht wohlgesonnen.
Er entsendet den Daimon Lamaschtu und die Todesgöttin Mamitu.

Anschar und Kischar:
Gesamtheit des Himmels und der Erde.
Dritte Göttergeneration und Eltern des Himmelsgottes An.
Der Name Anschar wird als „Gesamtheit des Himmelshorizont“ gedeutet.
Kischar dementsprechend als „Gesamtheit der Erde“.

Apsu (akkadisch; Abzu sumerisch):
Süßwasserozean.
Personifikation des unter der Erde liegende Süßwasserozeans.
Der sich in der Urzeit mit Tiamat vereinte.
Nach sumerischem Mythois ist Abzu die Stätte, an der die Göttin Nammu aus Lehm die ersten Menschen formte.
Nach dem babylonischen Schöpfungsepos wird Apsu von der Zauberwaffe des Gottes Ea getötet.
Im Absu, d.h. im Wasser, wird schließlich Marduk geboren.

Aruru:
Helferin des Marduk.
Göttin und eine der Erscheinungsformen der Magna Mater.
Mit ihrer Hilfe erschafft Marduk die Menschen.
Nach einer Überlieferung aus neuassyrischer Zeit bestimmt sie des Menschen Schicksal.

Assur:
„Vater der Götter“ (später).
„Großer Berg“.
Zunächst Gott der Gleichnamigen Stadt, dann zum assyrischen Reichsgott aufgestiegen.
Ursprung und Etymologie des Namen sind ungewiss.
Seit dem 13. Jahrhundert vor der Zeitrechnung beginnt er Enlil in seiner dominierenden Stellung zurückzudrängen und übernimmt dessen Beiwörter.
Ab dem 9. Jahrhundert wird er mit Anschhar gleichgesetzt.
Zu seiner Funktion gehören das sonst dem Sonnengott zustehende Richteramt und die Kriegführung.
Auf Kunstdenkmälern erscheint er als bogenspannender oder -haltender Gott in der geflügelten Sonnenscheibe.


B

Bel:
Name für Herr.
Das akkadische Wort bedeutet „Herr“ und ist Bestandteil verschiedener Götternamen.
In späterer Zeit bezeichnet Bel den Gott Marduk, dies gilt auch für die betreffenden Stellen in der Bibel (z.B. Jeremias 46,1; Daniel 14,3).
Das Königtum von Babylon war mit der Zeremonie des „Ergreifens der Hände des Bel“ anlässlich des Neujahrsfestes (akitu) verknüpft.
Das dem Bel-Marduk zugeordnete Tier ist der Schlangendrache Muschhuschu.


D

Dumuzi:
Rechter Sohn.
Meist in der hebräischen und aramäischen Form Tammuz genannt.
Altmesopotanischer Vegetationsgott.
Das männliche Naturprinzip repräsentierend (wie Ischtar das weibliche).
Einer seiner Beinamen ist Ama´uschmugal („dessen Mutter ein Drache des Himmels ist“).
Geliebter und Gemahl der Inanna.
Die ihn den Daimonen der Unterwelt preisgab, wo er als König herrscht.
Der Abstieg in die Unterwelt und seine Rückkehr symbolisieren das Absterben und Wiederaufblühen der Vegetation.
Mehrer Überlieferungen berichten, wie er zwischen Bäumen und Schilfrohr in der Wüste gesucht wird und schließlich im Triumph „aus dem Fluss“ zurückkehrt.


E

Ea:
Wasserhaus.
Babylonischer Gott dem sumerischen Enki entsprechend.
Als Machtsphäre des Gottes gilt der unterirdische Süßwasserozean.
Sein Tempel ist Apsus Haus.
Ea ist Gott der Weisheit und der Beschwörungskunst.
Das bei der Beschwörungszeremonie zur Reinigung dienende Wasser wird „Eas Wasser“ genannt.
Ea ist der große Künstler, dessen Hände den Menschen geformt haben.
Der Beiname Nudimmud kennzeichnet ihn als „Erzeuger“.
Sein Emblemtier ist der Ziegenfisch, ein Mischwesen mit dem Oberkörper eines Ziegenbocks und dem Unterkörper eines Fisches.

Enki:
Herr der Erde oder Herr des Unten.
Beherrscher des unter der Erde gedachten Süßwasserozeans und der Fruchtbarkeit spenden Quellen.
Gott der Weisheit und der Beschwörung.
Im Mythos erscheint Enki als Schöpfer der Vegetation und der Menschen.
Auf Rollsiegeln wird er in seinem von Wasserströmen umflossenen Tempel auf dem Thron sitzend dargestellt.
Aus seinem Schultern kommen Wasserstrahlen hervor.
Die ihm zugeordnete Zahl ist 40.
Enkis Gemalin ist Ninhursanga.
Beide leben im Lande Dilmun.
Wo aus des Gottes über die Steppe verschüttetem Samen acht Pflanzen entstehen, die er ohne Kenntnis verzehrt.
Acht seiner Körperorgane werden krank, bis die erzürnte Gattin wider besänftigt ist und dem schwangeren Enki als Geburtsgöttin beisteht.
Er gebärt acht Gottheiten, als erstes Abu.

Erra (Irra):
Pestgott
Von den daimonischen Sebettu angestachelt, bringt er die Pest und anderes Unglück über die Menschen.
Sein Berater, der ihn auch wieder besänftigt, ist Ischum.


G

Gallu (Galla):
Unterweltsdaimon.
Der Vegetionsgott Dumuzi wurde von Galla-Daimonen in die Unterwelt geführt.

Girra (Girru, Gibil):
Lichtbringer.
Der Gott galt als Lichtbringer aber auch als Verursacher von Feuersbrünsten.
Bei Beschwörungen wurde er zur Bekämpfung der Zauberei angerufen.
Selbst Maduk begab sich einmal zum Feuergott, um einmal seine unrein gewordenen Herrschaftsinsignien reinigen zu lassen.

Girtablulu:
Skorpionmensch.
Daimonischer Wächter beim mythischen Maschu-Gebirge.
Bei dem der Sonnengott jeweils morgens und abends den Horizont überschreitet (Gilgamesch Epos, Taf. IX).
Ein Skorpionmensch wurde von Tiamat zum Kampf gegen die Götter erschaffen.
Auf mittelbabylonischen Grenzsteinen erscheint Girtablulu als Bogenschütze.


H

Huwawa (Humbaba):
Daimonischer Wächter.
Wächter des „Zedernberglandes“ (Libanon).
Der von Enlil eingesetzt, aber von Gilgamesch erschlagen wurde.
Terakottareliefs zeigen ihn in nackter Gestalt mit verzerrtem Gesicht und drohender erhobener Faust.


I

Ischara:
„Herrin des Gerichts und der Opferschau“.
Ist Gattin des Eides.
Ihr Emblem ist der Skorpion.
In Ugarit hat sie den Beinamen Hulmittu „Schlange, Eidechse“.
Hohes Ansehen genoss sie bei den Hethitern als „Herrin der Berge“.
In Syrien wurde ihre sexuelle Potenz betont.

Ischtar (Eschtar):
Liebesgöttin.
Göttin des Geschlechtslebens.
Ein Mythos erzählt von ihrem Gang zur Unterwelt wo ihre Schwester Ereschkigal herrscht.
Ihr Weg führte sie durch sieben Tore, bei denen sie nach und nach alle Kleider und Schmuckstücke verlor.
Symbolischer Hinweis auf den Verlust aller Macht.
Mit Ischtars Verschwinden hörte alle Zeugung auf Erden auf. (siehe Schöpfungsepos IV. Teil Ischtars Schlaf).
Obwohl sie „Jungfrau“ genannt wird, hat sie doch zahllose Liebhaber (Tammuz (Dumuzi)).
Erotischen Aspekt, kriegerisch und astrale Funktion.
Sie ist die Göttin des Venussterns.
Mittel- und neubabylonischen Grenzsteinen wird sie durch  einen achtstrahligen Stern symbolisiert.
Ihr Bruder ist Schamasch.

Ischum:
Herold der Götter.
Bruder des Sonnengottes Schamasch.
Zwar dient er dem Pestgott Erra, ist aber den Menschen freundlich gesonnen.


K

Kingu:
Sohn der Tiamat.
Daimon, die ihn zum Herren über die Götter erheben wollte.
Doch Marduk besiegt die Mächte der Unterwelt und Ea (Enki) erschaft aus dem Blute des Kingu den Menschen. (siehe Schöpfungsepos).


L

Labbu:
Schlangenungeheuer.
Ungeheuer mit Schlangengestalt mit der Milchstraße assoziiert.
Mit der Tötung wurde der Gott Tischpak beauftragt.

Lilitu (Kiskil-lilla, hebr. Lilith):
Nachtdaimonin.
Erste Frau Adams, möglicherweise die Mutter Kains.
Gilt als erste Vampirin (Kainskinder)


M

Mama (Mami):
Muttergöttin.
Hiess erst Lallname, dann Name einer altmesopotamischen Muttergöttin.
Die maßgeblich bei der Erschaffung des Menschen beteiligt war.
Im Akkadischen findet sich der Beiname „Hebamme“.

Marduk (Amarutuk, hebr. Merodach):
Jungrind des Sonnengottes.
Zunächst Stadtgott von Babylon.
Seit König Hammurabi Aufstieg zum Reichsgott.
Durch seine Gleichsetzung mit Asaluhi wurde er zum Gott der Beschwörungskunst der Magie und der Weisheit.
Weiter hatte er die Züge eines göttlichen Arztes, Richter und Lichtbringers (Gott der Frühlinssonne).
Er galt als Herr (Bel) der Götter.
In henotheistischer Tendenz wurden zahlreiche andere Götter als verschiedene Manifestationen Marduks aufgefasst.
Ninurta ist Marduk der Kraft, Neregal ist Marduk des Kampfes.
„Enlil ist Marduk der Herrschaft“
Es heißt das Marduk 50 Namen hat.
Der Schlangendrache Muschhuschschu gilt als sein Emblemtier.
Attribut war die Hacke oder Sichel.
Sein Stern ist der Planet Jupiter.
Gemahlin war Sarpanitu.
Sein Sohn der Gott der Schreibkunst Nabu.
Marduk steht in besondere Beziehung zum Neujahrsfest (akitu), welches in Erinnerung an die urzeitliche Schöpfung gefeiert wurde.

Muschhuschschu:
Feuerroter Drache.
Von Tiamat erschaffene Ungeheuer hat Schlangenleib, einen gehörnten Schlangenkopf, die Vorderfüße eines Löwen, die Hinterfüße eines Adlers und dazu noch einen Skorpionstachel.
Es ist das Emblemtier des Marduk.
Marduk bändigte und seit her verkörpert er die Chaosmacht des Marduks.

Mutu:
Personifizierung des Todes.
Neuassyrischen Dichtung der Gott der Unterwelt.
Personifizierung des Todes.
Er wird durch einen Schlangendrachenkopf gekennzeichnet.


N

Nabu (Nabium, Nebo):
Gott der Schreibkunst und der Weisheit.
Sohn von Marduk und Sarpanitus.
Sein Attribut ist der Schreibgriffel.
Als Schreiber der Schicksalstafeln erreicht er im babylonischen Pantheon einen hohen Rang.
Unter den Planeten wird ihm der Merkur zugeordnet.

Nergal (Nerigal):
Gott des Totenreiches.
Gemahl der Ereschkigal.
Hauptkulturort Kuthu.
Kuthu Symbolisiert das Totenreich.
Andere Namen des Gottes sind Lugalgirra und Meslamata’ea.
Ursprünglich war Nergal ein oberirdischer Gott.
Verkörperte die glühende Sonnenhitze.
Der den Menschen Fieber und Seuchen bringt.
Ihm ist der Planet Mars zugeordnet.

Ninurta:
Herr der Erde.
Sohn Enlils.
Gemahl der Heilgöttin Gula.
Fruchtbarkeit der Herden und der Felder.
Daneben weist er kriegerische Züge auf.
Dem Sturmvogel Zu jagt er die geraubten Schicksalstafeln wieder ab.
Er ist „Rächer seines Vaters Enlil“.
Siegreicher Streiter gegen den daimonischen Asag.
Ein herrisch im „Schreckensglanz“ daherfahrender Sturmgott.
Wahrscheinlich ist Ninurta mit dem in Lagasch verehrten Nigirsu identisch.
Er ist der Gott des Saturns.

Nusku:
Feind der Hexen und Daimonen.
Licht- und Feuergott.
Sohn des Enlil.
Vater des Feuergottes Gibil.
Als sein Symbol gilt die Lampe.


P

Pazuzu:
Daimon mit vier Flügeln und fratzenhaftem Gesicht.
Er war Repräsentant des Südost-Sturmwindes.
Gefürchtet als Krankheitsbringer.
Zu seinem Erscheinungsbild gehört noch ein Skorpionschwanz.
Durch verschiedene Beschwörungen sollte Pazuzus Macht unwirksam werden.


S

Sataran (Ischtaran):
Richter und Arzt.
Zum letzterem passt auch, dass der schlangengestaltige Nirah als sein Bote auftritt.

Samasch:
„Richter des Himmels und der Erde“.
Semitisches Wort für Sonne.
Das semitische Wort für Sonne wurde zum Namen des babylonischen Sonnengottes.
Er sieht während des Tages alles.
Gott des Rechtes und des Orakels.
Sein Symbol ist die Sonnenscheibe mit vierzackigen Stern und davon ausgehenden Strahlen.
In Assyrien ist es eine Sonnenscheibe mit Flügeln.
Sonst wird er als König auf dem Thron sitzend dargestellt.
Recht und Gerechtigkeit.
Mescharu und Kettu, werden gerade zu Personifikationen, die ihn ständig begleiten.
Während der Nacht wandert der Sonnegott durch die Unterwelt und bringt den Toten Licht und Nahrung.
Eine Stelle zeigt den König Hammurabi vor dem thronenden Sonnengott, aus dessen Schultern Strahlen (oder Flammen) hervorkommen und der einen Stab und einen Ring als Symbole der Gerechtigkeit in der Hand hält.

Sedu:
In babylonischer Zeit ein guter, hilfreicher Daimon
In neuassyrischer Zeit sind Schedu und die weibliche Lamassu geflügelte Stiermenschen, die Palasteingänge schützen.

Schulp’e:
Strahlender Jüngling.
Gemahl der Muttergöttin Nihursanga.
Er gilt als Repräsentant des Planten Jupiter.

Sebettu:
Die Sieben.
Name einer bösen wie auch einer guten Daimonengruppe.
Die bösen Sieben sind zwar Kinder des Himmelsgottes An, helfen aber dem Pestgott Erra.
In der Legende umringen sie den Mond und verursachen so eine Finsternis.
Wie Vampire essen sie das Fleisch der Menschen und trinken ihr Blut.
In der babylonischen Astrologie werden die bösen Sieben mit den Plejaden identifiziert.
Die guten Sieben sind die Söhne des Enmescharra und treten als Bekämpfter der bösen Sieben auf.

Sin (Suen,Suin):
Glänzendes Boot des Himmels.
Babylonischer Mondgott.
Sein Symbol ist die Mondsichel, diese konnte auch als Boot gedacht werden.
Daneben gab es die Vorstellung vom Mondgott als Stier, dessen Gehörn die Mondsichel bildet.
Sin galt als weiser, alter Gott.
Herr des Schicksals.
Die ihm zugeordnete Zahl ist die 30.
Auf babylonischen Grenzsteinen finden sich Mondsichel, Sonnenscheibe und Stern als Symbole für die Triade Sin, Schamasch und Ischtar.
Als Gemahlin von Sin gilt Ningal.


T

Tiamat:
Meer.
Im Mythos der Name der Urmutter des Alls.
Personifikation des Salzwassers.
Gemahlin des Süßwassergottes Apsu.
Tiamat ist das urzeitliche, drachenartige Chaosungeheuer, dass vom Gott Marduk besiegt wird und aus dessen zwei Hälften er Himmel und Erde bildet.
In Tiamats Diensten steht der daimonische Kingu.


U

Urschanabi (Sursunabu):
Fährmann.
Im Gilgamesch- Epos erwähnter Fährmann des Unterweltstroms.

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