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Mondphase

MONDPHASE

Zufallszitate

"Die Menschen scheinen die Sprache nicht empfangen zu haben, um die Gedanken zu verbergen, sondern um zu verbergen, dass sie keine Gedanken haben." (Søren Kierkegaard)

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Ägypten

Die Zaubermärchen am Hofe Cheops

Eines Tages versammelten sich am Hofe Cheops alle Söhne um ihrem Vater mit wundersamen Zaubermärchen zu erfreuen.

Prinz Chephren trat als erster vor und fing an folgende Geschichte zu erzählen:
Zur Zeit des Königs Nebka ließ seine Majestät in Memphis ein riesiges Fest veranstalten, zu dem alle wohlhabenden Bürger seines Landes eingeladen waren. Darunter war auch der Oberste Vorlesepriester Uba-oner. Seine Frau aber wollte nicht auf das Fest zu gehen und schickte lieber eine Dienerin zu einem Mann aus dem Volk, der ihr als Vorwand einen Kasten voller Kleider bringen sollte.
Als der Mann mit den Kleidern kam, sagte sie dem Gartenaufseher er solle die Gartenlaube mit Getränken und Essen ausrüsten und wenn er dies erledigt hat solle er weggehen.
Als dies geschehen war, ging sie mit dem Mann in die Laube, wo sie den ganzen Tag mit ihm verbrachte. Am Abend wollte der Mann im Teich baden und die Dienerin führte ihn hinab zum Wasser. Der Gartenaufseher beobachtete ihn und nahm sich vor alles Uba-oner zu erzählen.
Als der nächste Morgen begann, eilte der Gartenaufseher zu seinem Herrn und berichtete ihm alles, was er gesehen hatte.
Hole mir meine Zauberbücher und -geräte in dem Kasten aus Ebenholz und Gold. Ich forme einen Rächer und schicke ihn als meinen Boten zu ihm.

Tierische Legenden

Der Löwe und die Maus
Es war einmal ein Löwe in der Wüste, der stark war an Kraft und gern jagte. Das Wild der Berge kannte die Furcht und Schrecken vor ihm. Eines Tages begegnete er einem Panther, dessen Haut geschunden und dessen Fell zerrissen war; halb tot, halb lebendig, trug er viele Wunden.

Da sagte der Löwe:
Wie kommst du in diesen Zustand, in dem du bist? Wer hat deine Haut zerrissen, dein Fell geschunden?
Da antwortete ihm der Panther:
Der Mensch ist es gewesen.
Da sagte der Löwe zu ihm:
Der Mensch? Wer ist das?
Und der Panther antwortete ihm:
Es gibt nichts Listigeres als ihn, den Menschen. Mögest du niemals in die Hand des Menschen fallen!

Da wurde der Löwe zornig auf den Menschen und ging von dem Panther weg, um den Menschen zu suchen. Da begegnete der Löwe einem (Haustier-) Gespann, an dessen Zaumzeug (eine Trense) war; ein Gebiss war im Maul des Pferdes und eine Kandare im Maul des Esels.

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Die schwarzen Pharaonen

Die ausgebeuteten Nubien, die wie die Israeliten, von den Ägyptern versklavt und unterdrückt worden, schafften es mit List und Tücke den Thron beider Länder zu besteigen.

Der Segen des großen Gottes Amun-Re ruht auf seinem irdischen Sohn – dem Pharao. Und damit auf dem ägyptischen Volk.
Geschehen ist das im sechsten von insgesamt 25 Regierungsjahren des Pharaos Taharqa. Und berichtet darüber wird in einem der eindrucksvollsten Texte, die eingemeißelt auf Steinplatten, je in Ägypten gefunden wurden.
Auch von einer anderen Begebenheit ist darauf die Rede.
Zur Feier der reichen Ernte und auf dem Höhepunkt seiner Macht bekommt Pharao Taharqa hohen Besuch. Mit großem Gefolge reist die Königsmutter Abala »süß an Liebe« nach Theben. Das erste Treffen nach langen Jahren der Trennung. Und als die alte Dame »die Schönheit ihres Sohnes«, geschmückt mit zwei Kronenschlangen, erblickt, »jubelt sie über alle Maßen«.

So pflegten sich die Ägypter

Schönheit um jeden Preis
Unter diesem Motto lebten wohl die allermeisten Ägypter – aber auch gerne, denn gut Aussehen war für sie sehr wichtig. Wie heute gab es auch früher immer neue Modetrends, so dass man auf Bildnissen die Menschen des neuen Reiches gut an ihrer plissierten Kleidung und ihren kunstvollen Perücken erkennen kann.
Wie so oft waren diese Modetrends nur für die Oberschicht erschwinglich, aber auch ärmere Menschen versuchten mit Schmuck aus Ton und Glas den Trends in der Oberschicht nachzueifern.

Kleidung
Die Kleider wurden aus Leinen hergestellt, selten auch aus Wolle. Baumwolle wurde durch die Römer importiert. Da das Einfärben der Kleidung teuer und schwierig war, waren die Kleider meist weiß und wurden durch die Sonne ausgeblichen um diese noch schöner zu machen.
Die Oberschicht färbte ihre Gewänder ein und bestückte sie mit Perlen und anderem Schmuck. Als Farbe benutzte man Ocker und die pflanzlichen Darbstoffe Krapp, Saflor und Alkanna für rot, Färberwaid für blau, die Rinde des Granatapfelstrauchs für gelb.
Während sich bei den gut betuchten Leuten die Kleidung im Laufe der Zeit mehrmals veränderte, trugen einfache Bauern bei der Arbeit oft nur zweckmäßige Kleidung, die aus einem kurzen Lendenschurz oder einem Penisschutz mit einem Gürtel bestand. Berufskleidung gab es nicht.
Dienerinnen, Tänzer und Sänger wurden meistens nackt dargestellt. Wieso es so war weiß man nicht, bei Tänzerinnen bestimmt um ihren Herren zu gefallen.

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Der Osiris-Mythos

Vor tausenden von Jahren wurde Osiris König über ganz Ägypten, zeigte den Menschen den Ackerbau und kultivierte sie.
Seth aber war eifersüchtig auf seinen Bruder und stellte ihm eine List. Er maß heimlich den Körper des Osiris aus und fertigte eine reich verzierte Lade nach seinen Körpermaßen an. Auf einem Fest versprach er Demjenigen, der in die Lade passte, ihm diese zu schenken.
Als Osiris sich in sie hineinlegte, klappte Seth den Deckel zu und warf die Lade in den Nil. Isis, Gemahlin und Schwester des Osiris, machte sich verzweifelt auf die Suche nach ihren Geliebten und erfuhr schließlich, dass die Lade in einem verwucherten Ereike-Baum steckte.
Der König von Byblos aber kam ihr zuvor und ließ den Stamm aus Bewunderung an seine Größe als Pfeiler seines Palastes verwenden.
Isis hörte davon und machte sich auf nach Byblos. Der König war sehr angetan von ihr und machte sie zur Amme seines Kindes. Isis ernährte das Kind, indem sie ihre Finger in seinem Mund steckte. Nachts aber verbrannte sie das Sterbliche seines Körpers und flog als Schwalbe klagend um den Pfeiler. Die Königin sah erschrocken, wie ihr Kind brannte und gab Isis nun den Pfeiler. Sie befreite den Sarg aus dem Stamm und zeugte mit der Leiche einen Sohn – Horus.
Seth entdeckte den Sarg, zeriss wütend den Körper des Osiris und zerstreute seine Einzelteile über ganz Ägypten. Isis sammelte seine Körperteile ein und setzte sie wieder zusammen.

Landkarte des alten Ägypten

Landkarte

Kleopatra

Lebenslauf

Geburtsname:
Kleopatra VII. Philopator („Vaterliebend“)
Epitheton: (netjeret mer-i-es) („Göttin, Geliebte ihres Vaters“)

Lebenszeit:
69-30 v.Chr.

Regierungszeit:
51-30 v.Chr.

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So speiste man in Ägypten

Getränke

Bier
Manche sind der Meinung, dass die alten Ägypter ihr Bier mit Gerste herstellten, manche wiederum mit Getreide. Dazu feuchteten sie zerstoßenes Getreide an, das in Stücken leicht gebacken und später in Bottichen zertreten und gegärt wurde.
Bier bestand nach Untersuchungen der dort gefunden Reste hauptsächlich aus Emmerweizen, Koriander und Wacholder. Der Alkoholanteil lag bei ca. 6%. Um es lange haltbar zu machen, wurde es mit Dattelsaft gesüßt, was das Bier natürlich besonders zuckerhaltig machte.

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Zeittafel der Pharaonen

Altes Reich
PRÄDYNASTISCHE EPOCHE (um 3300 – 3150 v.Ch.)
ARCHAISCHE EPOCHE: 1. und 2 Dynastie (um 3150 – 2690 v.Ch.)

III. Dynastie:
Neb-ka Sancht (2690 – 2670)
Djoser (2670 – 2650)
Sechem-chet (2650 – 2643)
Sedjes (cha-bai?) (2643 – 2637)
Nefer-Ka-Re (unbekannt)
Huni (2637 – 2613)

IV. Dynastie:
Snofru (2613 – 2498)
Cheops (2589 – 2566)
Ra-djed-ef (2566 – 2558)
Chephren (2558 – 2532)
Baka (unbekannt)
Mykerinos (2532 – 2504)

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Cheops und seine Familie

Chufu (Cheops) (2589 – 2566)
Chufu, uns besser bekannt unter seinem Regierungsnamen Cheops, war der Sohn Snofrus (2613 – 2498).
Er ist der Erbauer der großen Pyramide auf dem Plateau von Gizeh. Herodots zufolge war Chufu ein herrschsüchtiger und arroganter Pharao, der Ägypten ins Elend trieb.
Herodot berichtet: Cheops war ein so verruchter Mensch, daß er in seiner Geldnot die eigene Tochter in ein Freudenhaus brachte und ihr eine bestimmte Geldsumme – wieviel, sagten die Priester mir nicht – zu schaffen befahl.
Sie brachte die verlangte Summe zusammen und fasste den Entschluß, ebenfalls ein Denkmal für sich zu errichten. Jeden Mann, der sie besuchte, bat sie, ihr einen Stein für den großen Bau zu schenken.
Aus diesen Steinen soll sie die mittlere der drei Pyramiden haben bauen lassen, die vor der großen Pyramide steht und deren jede Seite anderthalb Plethren misst.
(Historien, 2. Buch S. 126)

Allerdings sind dieses nur Gerüchte. Cheops wurde, wie seine Vorfahren, verehrt wie ein Gott. Chufu soll ebenso ein gelehrter Mann gewesen sein, der sein Wissen seinen Kindern vermittelte.
Noch zur Zeit Alexanders des Großen wurden Inschriften entdeckt, die Chufu als den Erbauer der Großen Pyramide ehren.

Chafre (Chephren) (2558 – 2532)
Chafre war ein Sohn Chufus und wurde als Erbauer der zweiten Pyramide und des Großen Sphinx bekannt.
Er folgte Djedefre nach einer kurzen Regierungszeit auf den Thron und regierte Ägypten etwa 24 Jahre lang. Unter seiner Herrschaft erlebte das Land eine neue Hochzeit. Das Einzige was Chafre wohl Großartiges geschaffen hat waren der Sphinx (das Gesicht ist sein Ebenbild) und die 2.Pyramide.
Laut Herodot soll auch dieser Pharao von seinem Volk gehasst worden sein, aber dies entspricht wohl nicht den Tatsachen, wie uns Aufzeichnungen zeigen. Die Zweite Pyramide ist etwa 15 Meter kleiner als die seines Vaters Chufu und ist die Mittlere der drei Pyramiden in Gizeh.
Die Pyramide von Chafre wirkt duch den erhöhten Untergrund gleich groß wie die Cheopspyramide seines Vaters.
An ihrer Spitze kann man noch etwas von der weißen Kalksteinverkleidung sehen, mit der die Cheopspyramide sowie auch diese Pyramide verkleidet waren. Die Spitzen waren jedoch aus purem Gold, denn die Pyramiden sollten die Sonnenstrahlen des Gottes Ra verkörpern oder einfangen.

Menkaura (Mykerinos) (2532 – 2504)
Wuchs bei Freunden der Familie auf, um das Volk besser zu verstehen und ein mächtiger Herrscher zu werden.
Der Legende nach provozierte Menkauras Regierung die Götter, die eine 150jährige Leidenszeit über Ägypten verhängten. Jedoch durch seine gütige Regierung (er eröffnete erneut die Tempel und nahm die drückenden Maßnahmen seiner Vorgänger zurück) widersetzte er sich dem Ratschluß der Götter.
Durch das Orakel von Buto billigten ihm die Götter eine Regentschaft von 6 Jahren zu, der sich eine neue Zeit der Unterdrückung anschließen sollte.
Dies erschien Menkaura jedoch für unbillige Härte und er wollte diesen Spruch umgehen. Er befahl bei Anbruch der Nacht Kerzen zu entzünden und blieb Tag und Nacht wach, wodurch er seine Regentschaft theoretisch von 6 auf 12 Jahre ausdehnte.
Jedoch ließen die Götter nicht mit sich spaßen und er starb nach einer Regentschaft von nur 6 Jahren.