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Chinesische Legenden

Nu-Va und Fu-Xi

Der Zyklus der Mythen über Nu-Va, der auf der Grundlage verschiedener Quellen restauriert wurde, ist einer der ältesten der chinesischen Mythologie. Das Bild von Nu-Va geht wahrscheinlich auf das Totem der Stämme Sya und Hua, d.h. auf das Totem der Schlange zurück. In allen Dokumenten aus dieser Zeit des Übergangs vom vor- zum nachchristlichen Zeitalter wird Nu-Va als ein Wesen halb Frau/halb Schlange“ abgebildet, manchmal hat sie auch den Kopf eines Bullen.
Anders als Pan-Gu, der selbst kein Erschaffer war, sondern nur das Basismaterial für die Erschaffung der Welt lieferte, agiert Nu-Va in den Mythen als Ausführende. Mit der Hilfe anderer (unbedeutenderer) Götter formte sie Menschen aus Ton, führte die Institution der Ehe ein und stellte einmal sogar das kosmische Gleichgewicht wieder her. Die Mythen berichten davon, daß der Gott des Wassers Gun-Gun gegen den Geist des Feuers Chzhu-Zhun, den Vater von Gun-Gun, gekämpft hatte. Der Sohn wurde vom Vater besiegt, und aus Angst begann er, seinen Kopf gegen den Berg Buchszhoushan zu schlagen, der den Himmel abstützte. Der Berg splitterte und ein Teil der Erde kollabierte, so daß ein Stück des Himmels herunterbrach. Nu-Va reparierte das Himmelsloch, schnitt die Beine einer Riesenschildkröte ab und stützte mit ihren Beinen den Himmel an zwei Seiten. Nu-Va kämpfte auch gegen Fluten, indem sie Dämme zu errichten versuchte.
Deshalb wurde sie in den Mythen den Fluten zugeordnet.

Eine weitere mythologische Figur mit einem Schlangenkopf, Fu-Xi, war ursprünglich ein Vorfahr der östlichen Stämme.
Dieser Gott wurde als Abbild eines Vogel-Mannes verehrt. Die ersten Kommentare zu Fu-Xi wurden in den Büchern des 4. Jahrhunderts v. Chr. gefunden und sie geben Zeugnis von seinen Handlungen, die für das Leben und die Kultur von großer Bedeutung waren. Er lehrte die Menschen zu jagen, zu fischen und Fleisch zu kochen. Er erfand „Ba-Gua“, das sind die acht zukunftsvoraussagenden Trigramme; er baute die ersten Saiteninstrumente, erfand Fallen, um Tiere zu fangen und Netze zum Fischen. Fu-Xi führte die Regeln der Hochzeitszeremonie ein und schuf die Hieroglyphenschrift, welche die Knotenschrift ersetzte.
Später, nahe der Zeit um Christi Geburt, als das vereinheitlichte mythologische System eingeführt wurde, beschrieb man Fu-Xi in Verbindung mit Nu-Va (oder Nu-Gua). Im 2.
Jahrhundert n. Chr. betrachtete man sie als Bruder und Schwester. Im 9. Jahrhundert n. Chr. wurde Nu-Va erstmals (in der Dichtung von Lu Tun) als Fu-Xis Frau erwähnt.
Normalerweise bildete man beide als ein Paar sich ähnlicher Wesen mit menschlichen Körpern und Schlangen- oder Drachenschwänzen ab, die ineinander verschlungen waren.
Auf diese Weise sollte ihre durch das Ehegelübde entstandende Verbundenheit dargestellt werden.

Quellenhinweis: Infoware Multimedia

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