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Hethitische Kultur (2000 bis 1200 v. Chr.)

Das hethitische Reich lag in der heutigen Türkei und wurde immer als nicht so bedeutendes Volk gesehen. Zwar wurde in der Bibel von ihnen berichtet dennoch lagen sie nicht hoch im Ansehen.
Vieles ist bis heute nicht über diese Kultur bekannt, obwohl ihr Reich in Hochzeiten die ägäische Küste Anatoliens, im Osten den Euphrat, im Südosten Syrien, Damaskus, die östliche Mittelmeerküste und Babylon eindeckte.
Vermutungen nach Analysen ihrer Sprache lassen drauf schließen, dass sie ca. 2000v Chr von Europa über den Balkan nach Kleinasien kamen, Genaueres ist allerdings nicht bekannt.
1900v Chr. begannen sie mit Gewalt und Diplomatie ihr Reich zu vergrößern. Einen Vorteil hatten sie: Da nämlich die Kleinstaaten und Königreiche von Kleinasien rivalisierten, war es ein leichtes, sich dort einzukaufen.
Die Könige welche folgten konnten somit ihr Reich weiter ausbauen und hatten bald ganz Kleinasien, Syrien und das jenseitige Euprahtgebiet unter ihrer Herrschaft.

Schnell gerieten sie aber in Konflikt mit den Ägyptern, da auch sie Syrien beherrschen wollten. 1300v Chr. kam es nach langem diplomatischen und militärischen Wetteifern bei Kadesch zu einer großen Schlacht, die von den Ägyptern in einem Monument festgehalten worden war. Nach vielen Jahren des Streites der Supermächte unterzeichneten sie einen Friedensvertrag. Diesen Vertrag kann man im Tempel von Karnak lesen. Auch die Hethiter hielten den Vertrag auf Tonscheiben fest, welche man bei Ausgrabungen fand. Wahrscheinlich unterzeichneten sie den Vertrag da im Osten eine neue Macht empor stieg: die Assyrer.

Wirtschaft
Die Hethiter waren für ihre Silber, Eisen und Kupfervorkommen bekannt die sie auch exportierten. Für Mesopotamien waren sie ein Hauptlieferant von Kupfer und Bronze. Ihre Landwirtschaft zeichnete sich durch Schafzucht und Getreideanbau. aus

Kultur
Das religiöse Zentrum bildete der Tempel bei der Hauptstadt Hatusa. Der König war zugleich der Hohe Priester des Reiches . Er musste sich die Zeit gut einteilen, da er auch Richter, Regierungsoberhaupt und Eroberer war.
Der König reiste durch die Lande um so die Feste zu leiten und damit eine einheitlich Religion zu schaffen. Dies trug auch dazu bei, dass sich das Volk festigte.
Die Hethiter waren sehr aufgeschlossen und integrierten die alten Götter der eroberten Länder in ihr religiöses System.
Die Städte wurden durch Bronze- und Steinstatuen geziert. Der doppelköpfige Adler, den man heute als Staatssymbol in Russland und Österreich findet, war das Staatssymbol des Reiches und wurde in den verschiedensten Siegeln und Statuen verewigt.
Die Gesetze wurden nach den babylonischen Gesetzen angepasst.

Der Untergang
Die Befestigungen bei Hattusa wurden niedergerissen und die Stadt niedergebrannt. Steinskulpturen wurden zerschlagen. Es ist nicht bekannt durch wen, aber es wird angenommen, dass die Kampfkraft der hethitischen Armeen in den Jahrzehnten relativen Friedens nachließ, während die wachsenden Reichtümer das Reich mehr und mehr zu einem attraktiven Angriffsziel, vermutlich für Barbaren aus dem Westen und Norden, werden ließ. Die Kaskäer, ein barbarisches Volk aus den Steppen Russlands, drangen um 1300 v. Chr. in das Reich ein und plünderten Hattusa. Sie kehrten womöglich noch einmal zurück, um das Reich für alle Zeiten zu zerstören.

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