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Minoische Kultur (2200 bis 1200 v.Chr)

Die Anfänge der minoischen Kultur beschränkten sich auf primitive Formen der Landwirtschaft. Um das Jahr 2000 v.Chr gab es jedoch einen plötzlichen, wirtschaftlichen Aufschwung – Die Ursachen dafür sind bis heute zwar weitestgehend ungeklärt – man vermutet jedoch, dass der Handelspakt mit Mesopotamien oder der Kontakt zu Ägypten Hauptgründe für die rapide Erweiterung des Einflusses waren. So schaffte es man vom primitiven Bauernvolk zur europäischen Handels- und Kulturmacht – und das in nur wenigen Jahren.

Eine weitere Theorie stützt sich auf Flüchtlinge die sich von Ägypten nach Kreta verschlagen hatten und somit die Kultur und Wirtschaft des Landes ankurbelten.

Die minoische Kultur erstreckte sich von Kreta als Machtzentrum über Thera bis Rhodos und vermutlich auch bis Milet. Knossos bildete mit dem Palast die Hauptstadt. Die Minoer gewannen ihren Einfluss durch die Kontrolle der Schiffswege zur Ägäis und dem Mittelmeer. 800 Jahre lang war der Handel in diesem Gebiet in ihrer Hand und wurde durch ihre Schiffe geschützt.

Wirtschaft
Kreta war reich an natürlichen Rohstoffen, an Ackerland, Wasservorräten, Holz, Kupfer und Gestein, und verfügte über einen direkten Zugang zum Meer. Die Minoer waren dank Landwirtschaft und Fischerei wohlhabend, hauptsächlich war es jedoch der Handel, auf den sich ihr Reichtum begründete.

Exportgüter waren Korn, Wein, Olivenöl, Holz, Keramik, Obst und Kräuter. Zinn, Silber, Gold und Leinen mussten allerdings importiert werden.

Kultur
Durch den großen Reichtum der Minoer und ihrer Sicherheit auf der Insel unterschied sich ihre Lebensperspektive grundsätzlich von den anderen Kulturen ihres Zeitalters. Die Minoer bauten keine Tempel, in denen Götter verehrt wurden. Dennoch opferten sie Lebensmittel, Statuen und andere Luxusgüter um ihren Göttinnen zu huldigen. Diese schützen Feld, Heim und Tier.

Wirklich berühmt wurden die Minoer jedoch für ihre Verehrung der Stiere. Der Minotaurus – halb Stier / halb Mensch – war wohl eines der berühmtesten Fabelwesen, und wurde in der „Herkules Sage“ verewigt.

Die Minoer glaubten an ein Leben nach dem Tod und beschenkten die Toten mit Lebensmitteln und anderen Gütern, welche man für ein Leben nach dem Tode gebrauchen konnte.

Um 2000 v. Chr. begann man – möglicherweise als Folge von den Handelskontakten mit Ägypten – eine Hieroglyphenschrift zu entwickeln. Bis zum Jahre 1900 v. Chr. hatten die Minoer schließlich die als „Linear A“ bekannte Schrift hervorgebracht. Eine dritte, als „Linear B“ bezeichnete Schrift wurde um 1450 v. Chr. in Knossos verwendet.

Bis heute konnte jedoch nur „Linear B“ entziffert werden – Jedoch erfährt man dadurch nur sehr wenig über die Geschichte und Kultur, welche hinter diesem Volk steht. Die gefundenen Schriftstücke geben in der Hauptsache Aufschluss über Geschäfte und Transaktionen. Erhaltene Kunststücke jedoch zeigen oft Bilder von Stieren und das berühmte „Stierspringen“ was eine beliebte Sportart der minoischen Kultur war.

Regierung
In der Hauptstadt Knossos stand der riesige Palast, der auch gleichzeitig als Lebensmittellager diente. Es ist davon aus zugehen, dass der Minos (Titel des Königs), von dort aus die Lebensmittel an das Volk verteilte. Das Militär beschränkte sich auf die großen Galeeren, die das Mittelmeer verteidigten. Die Galeeren waren wendiger als die Schiffe der anderen Kulturen.

Untergang
Naturkatastrophen gelten als Hauptursache für den Niedergang der minoischen Kultur, oft wurden die Städte zerstört und auch der große Palast ist gegen 1700 v.Chr. vernichtet worden. Thera wurde durch einen Vulkanausbruch zur Hälfte verschüttet. Flutwellen überschwemmten große Teile von Kreta und auch wiederholte Erdbeben haben dem Volk schwer zugesetzt.

Eine weitere Theorie besagt, dass die Griechen 1450v.Chr. ins Land einfielen es verwüsteten. Doch auch 700Jahre später war die minoische Kultur noch nicht gänzlich verschwunden.

Letztlich waren es vermutlich die Naturkatastrophen, welche den Minoern die Grundlage entzogen haben sich gegen die griechischen Invasoren zu behaupten.

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