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Zeugen Jehovas

Da das Thema „Zeugen Jehovas“ gespickt ist mit vielen Gerüchten, werde ich mich nur an die Fakten ihrer Homepage halten:
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Wann wurden sie gegründet und was haben sie bis heute getan? (Bibelforscher scheinen sie sich selber zu nennen daher verwende ich dieses Wort)

1870 fing alles mit einer Gruppe Bibelforschern in Pennsylvanien (USA) an. Charles T. Russell und seine Gruppe erforschten die Bibel und die Bedeutung des Jahres 1914in der Prophetie. 1881 organisierten sie zur Veröffentlichung ihrer „neu gelernten Wahrheiten“ eine religiöse, nichtkommerzielle Verlagsgesellschaft, die als Wachtturm-Gesellschaft (Watch Tower Society) bekannt wurde. Später brachten sie auch Bibel erklärende Schriften in Deutsch heraus.

1897 erscheint die Zeitschrift Der Wachtturm (Watchtower, englisch seit 1879) in Deutschland. Versendet wurde sie vom Bibelforscher-Literaturdepot in Berlin (von 1899–1901 in Bremen, ab 1902 in Elberfeld)

1903 wurde das Zweigbüros („Bethel“) der Wachtturm-Gesellschaft in Elberfeld (von 1908–1923 in Barmen) eröffnet. Daraufhin wurde 1905 der erste Kongress der Bibelforscher in Elberfeld veranstaltet. Meyers Konversationslexikon beschrieb ihre Tätigkeit 1906 als „rege Propaganda“, wobei 21 Millionen Traktatseiten allein 1905 verbreitet wurden, und bemerkt, dass sie „für das Jahr 1914 das Tausendjährige Reich“ (Millennium Christi) erwarten.

1914 war die Vorführungen des berühmten Photo-Dramas „der Schöpfung“ in Berlin, Düsseldorf, Essen und an anderen Orten

1918 wurden die Behörden auf die Bibelforscher aufmerksam aufgrund ihrer Haltung im 1.WK. (Untersuchung der Großkirche auf „gefährliche Tätigkeit dieser Sekte“ ).

Erst 1920 bemerkten die Bibelforscher das 1914 erst der Anfang des „weltweiten Feldzuges für Christus für sein tausendjähriges Friedensreich“.1923 Umzug des Zweigbüros nach Magdeburg, wo nach der Errichtung einer modernen Druckerei das Drucken und Binden von biblischer Literatur im großen Stil beginnt.

Die Zeugen Jehovas und die SS
Erst ab 1931 nennen sie sich „Zeugen Jehovas“, dieser Begriff gilt weltweit. 1933 Beauftragte der „neuen Regierung“ sprechen mit Kirchenvertretern über die 25000 Zeugen Jehovas in Deutschland, was dem Verbot ihrer Tätigkeit vorausging. 1934 Mit zigtausenden Telegrammen und Briefen an Hitler wird im In- und Ausland gegen die Verfolgung und die Einweisungen von Zeugen Jehovas in die frühen Konzentrationslager protestiert.

Der Antrag wird 1935 abgelehnt, die SS machte die Zeugen Jehovas zu „besonderen Hassobjekten“, damit sie ihrem Glauben aberkennen durch eine „Verpflichtungserklärung“. 1936 Die reichsweite Verteilung eines Protestflugblatts (ebenso 1937) gehört zu den Aktionen, „wie sie keiner anderen illegalen Organisation gelangen“ Ab 1937 müssen die Zeugen Jehovas einen lila Häftlingswinkel tragen der sie zu einer „unbedeutende Häftlingsgruppe“ zuordnet.

1938 Der Verfolgungsbericht in dem Buch Kreuzzug gegen das Christentum und andere Veröffentlichungen machen auf die Gräuel der Nationalsozialisten aufmerksam. 1939 Der Ausbruch des Weltkrieges bringt eine Verschärfung der Haftsituation und Todesurteile für Kriegsdienstverweigerer aus ihren Reihen.

Ab 1943 wurden viele Zeugen Jehovas in Arbeitskommandos gesteckt, das ihnen das Überleben erleichterte. Weiterhin werden innerhalb und außerhalb der Konzentrationslager biblische Literatur vervielfältigt und verbreitet.

1945 durch das Ende des Kriegen erlangen sie die Freiheit wieder AUCH die Religionsfreiheit!

Im Jahr 1949 verbürgt das Grundgesetz, die Glaubens- und Gewissensfreiheit, wobei das Recht auf Kriegsdienstverweigerung in Artikel 4 Absatz 3, auch im Rückblick auf die über 250 Zeugen Jehovas, die das Reichskriegsgericht hinrichten ließ.

Die Zeugen Jehovas in der DDR
Nur ein Jahr später wird in der DDR der Wachturm verboten, erst 1990 wurde dieses Verbot aufgehoben. Daraufhin wurden 9Zeugen Jehovas zu mehreren Jahren Zuchthaus verklagt um andere Zeugen Jehovas abzuschrecken.

Ab 1960 tritt im DDR-Strafvollzug das „Erziehungsprinzip“ stärker hervor und auch außerhalb der Haftanstalten versuchen Staatsorgane mit Mitteln der „Zersetzung“ und Falschinformation die Zeugen Jehovas zu schaden. Das Bundesverfassungsgericht erklärt 1968 die „Doppelbestrafung“ von Zeugen Jehovas, die anerkannte Kriegsdienstverweigerer sind und den zivilen Ersatzdienst aus Gewissensgründen ablehnen, für unzulässig.

1969 fand ein großer Kongress statt in Nürnberg: Über 150 000 Kongressdelegierte aus 78 Ländern

Ca. 100 000 Zeugen Jehovas wohnen im Jahr 1970 in der BDR und West-Berlin

Die „Religionsgemeinschaft der Zeugen Jehovas in der DDR“ erhielt 1990 erst die staatliche Annerkennung.

1996: Die Weltpremiere der Videodokumentation Standhaft trotz Verfolgung – Jehovas Zeugen unter dem NS-Regime an der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück.

Und Heute?

2000
Im Rahmen des Anerkennungsverfahrens der Zeugen Jehovas um die Erlangung der Körperschaftsrechte gibt das Bundesverfassungsgericht der Religionsgemeinschaft recht und stellt fest, dass eine über die Rechtstreue hinaus gehende Loyalität dem Staat gegenüber nicht gefordert werden darf

2003
Weltweit beteiligen sich nahezu 6,5 Millionen Zeugen Jehovas in über 235 Ländern und Inselgebieten am Evangelisierungswerk

Bluttransfusionen und die Zeugen Jehovas
Viele verstehen nicht warum die Zeugen Jehovas eine Bluttransfusionen ablehnen, deswegen kopiere ich 1:1 den Text ihrer Seite rüber damit ich bloss keine Missverständnisse aufkommen lasse.

Zitat

„Enthaltet euch von Blut“
Jehovas Zeugen schätzen das Leben. Deshalb vermeiden sie Dinge, die allgemein als gesundheitsschädlich oder lebensgefährlich betrachtet werden. Dazu gehören unter anderem der Genuß von Tabak und Drogen, übermäßiges Essen und Trinken, rücksichtsloses und unachtsames Autofahren, Promiskuität und die Ausübung von Extremsportarten.
Weil Jehovas Zeugen ihre Kinder lieben und sie sogar als „ein Erbe von Jehova“ und als „eine Belohnung“ ansehen, machen sie sie rechtzeitig und eindringlich auf solche Gefahren aufmerksam (Psalm 127:3). Auch bemühen sich die Eltern, ein gutes Beispiel zu geben. Sie möchten nicht, daß ihre Kinder vorzeitig sterben.
Daher ist es manchen Menschen unerklärlich, warum Jehovas Zeugen Bluttransfusionen für sich selbst und auch für ihre minderjährigen Kinder ablehnen. Zu betonen ist, daß dies in erster Linie aus religiösen Gründen geschieht und aus einer persönlichen Überzeugung heraus, die sich auf Gottes Wort stützt. Wenn andere Bluttransfusionen annehmen, werden Jehovas Zeugen sie weder kritisieren noch daran hindern. Tatsache ist jedoch, daß immer mehr Menschen keine Bluttransfusion mehr wünschen. Wen haben in letzter Zeit die Schlagzeilen über Blutskandale, HIV-positives Spenderblut, durch das Menschen mit dem Aidsvirus angesteckt wurden, nicht beunruhigt? Kein Wunder, daß inzwischen viele Menschen Bluttransfusionen skeptischer gegenüberstehen als früher.
Außerdem verwundert es nicht, daß sich immer mehr Ärzte bereit erklären, auf Bluttransfusionen zu verzichten, da medizinische Behandlungsalternativen ohne Blut zur Verfügung stehen. Die Zeugen verstehen sehr wohl, daß sich Ärzte in einer schwierigen Lage befinden mögen, wenn es um Leben und Tod geht. Um Patienten und Ärzte zu unterstützen, haben Jehovas Zeugen weltweit Krankenhaus-Verbindungskomitees gegründet. Diese Komitees nennen kranken oder verletzten Zeugen Jehovas auf Wunsch Ärzte in ihrer Nähe, die die Einstellung des Patienten zu  Bluttransfusionen respektieren und eine hochqualifizierte medizinische Behandlung ohne Blut anwenden. Erfreulicherweise gibt es weltweit mehr als 100 000 Ärzte, die den religiösen Standpunkt der Zeugen Jehovas akzeptieren, allein etwa 5 000 in Deutschland (Stand: 21. März 2003). Von diesen gehören sogar mehr als 400 zu den besten Ärzten Deutschlands gemäß der Beurteilung der Zeitschrift Focus (2000).
Jehovas Zeugen entscheiden sich für eine ärztliche Behandlung, die ihrer religiösen Überzeugung entspricht. Sie akzeptieren alle verfügbaren Behandlungsmethoden, sofern damit nicht ein im Widerspruch zu Gottes Wort stehender Gebrauch von Blut verbunden ist. Jehovas Zeugen wollen sich des Lebens erfreuen und dabei Gottes eindeutiges Gesetz beachten: ‘Enthaltet euch von Blut’ (Apostelgeschichte 15:29).

Ein paar Fragen und Antworten die es auf ihrer Seite zu finden gibt:

Frage:
Was glauben die Zeugen Jehovas?
Antwort:
Die gesamte Bibel wird als Autorität anerkannt. „Jehova“ (oder „Jahwe“) ist der Eigenname des allmächtigen Gottes und Schöpfers; ihm schulden sie uneingeschränkten Gehorsam. Jesus Christus ist Gottes Sohn, durch den alle Dinge gemacht wurden; er gab sein Leben als Lösegeld für die Menschheit.
Gottes Königreich ist die einzige wahre Hoffnung für die Menschen — eine reale Regierung im Himmel in den Händen des jetzt regierenden himmlischen Königs, Jesus Christus.
Die Seele des Menschen lebt nicht nach seinem Tod weiter, da er keine Seele hat, sondern die Seele selbst ist.
Sich politisch zu betätigen entspricht nicht dem Beispiel Jesu.
Weltlichen Regierungen gegenüber fühlen sie sich verpflichtet, sie gewissenhaft zu ehren und ihnen in allem zu gehorchen, sofern es nicht dem Gesetz Gottes und ihrem biblisch geschulten Gewissen widerspricht.
Wahre Christen müssen für den göttlichen Namen — Jehova — Zeugnis ablegen.
Es ist Gottes Wille, dass die Botschaft vom Königreich gepredigt wird.
Wahre Christen bilden weltweit eine geeinte Bruderschaft.

Frage:
Sind Jehovas Zeugen nicht intolerant, wenn sie sich nach ihrer Bibelauslegung als die einzig wahre
Religion verstehen?

Antwort:
Jehovas Zeugen suchen nie, anderen ihren Glauben aufzuzwingen. Sie billigen jedem Menschen das Recht zu, selbst zu entscheiden, ob er einer Religionsgemeinschaft und welcher Religionsgemeinschaft er angehören möchte.
Jeder, der seinen Glauben ernst nimmt, sollte ihn für den wahren halten.
Man muß sich vergewissern, ob sich die eigenen Glaubensansichten auf die Heilige Schrift stützen, denn gemäß der Bibel gibt es nur einen wahren Glauben.
Jehovas Zeugen glauben, daß sie ihn gefunden haben. Sonst würden sie sich nach einer anderen Religion umsehen.

Frage:
Warum sagt man Ihrer Religionsgemeinschaft nach, dass sie die Merkmale einer totalitären Sekte trage?

Antwort:
Diese unrichtige Behauptung ist von religiös-gegnerischen Kreisen erhoben worden. Jehovas Zeugen verstehen sich nicht als Sekte, da sie keine Abspaltung von einer Kirche sind und keinen menschlichen Führer haben. Ihr Führer ist Jesus Christus. Der in der Bibel vorgesehenen Einheit der Glieder der Christenversammlung in der Lehre und im Handeln liegt der biblische Grundsatz der völligen Freiwilligkeit und Eigenverantwortlichkeit des Einzelnen zugrunde. Diese Grundlage ihres Zusammenhalts lässt keine totalitären Strukturen zu. So gibt es für Jehovas Zeugen auch keinen Beitritt durch Kleinkindertaufe. Die Religionsgemeinschaft zeichnet sich dadurch aus, dass sich ihre Mitglieder gemäß ihrem freiwillig gefassten Entschluss nach der Lehre ihrer Religionsgesellschaft richten. Jemand kann nur dann ein Zeuge Jehovas werden, wenn er dies in einem Alter des Verständnisses und nach einem sehr sorgfältigen Bibelstudium aufgrund eigener freier Willensentscheidung wünscht. Jehovas Zeugen besitzen innerhalb der von der Bibel gezogenen Grenzen ein Höchstmaß an individueller Freiheit; und dem hat jeder, als er Zeuge Jehovas wurde, eigenverantwortlich und freiwillig zugestimmt.
@2004 Wachtturm Bibel- und Traktat-Gesellschaft der Zeugen Jehovas, e.V., Selters/Taunus

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