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Alexander der Große
Alexanders Weg zur Größe begann zweifellos bei seinem Vater, der ihm die Ausgangsbasis fuer seine Eroberungen herstellte.

Phillip II., Vater Alexanders, wurde 359 v. Chr. (alle folgenden Daten sind ebenfalls vor Christus, sofern sie nicht anders gekennzeichnet sind) von der makedonischen Heeresversammlung zum Koenig gewaehlt. Phillip war bestrebt, das uneinige Makedonien wieder zu einem Koenigreich zusammenzufuegen und bezwang vereinzelte Regionalfuersten. Seine Politik in den naechsten 20 Jahren war ein filigranes Netzwerk aus geschickter Diplomatie und dem Einsatz von Waffengewalt, welche er gezielt dazu einsetzte, um Makedonien zum führenden Staate Griechenlands zu machen. Ab wann Phillip die Hegemonialstellung ueber alle Griechenstaedte ernsthaft ins Auge fasste, koennen wir nur vermuten; jedenfalls war seine Ausgangsbasis, das zerrüttete Makedonien, welches vor nicht langer Zeit noch persisches Gebiet gewesen war, nicht dazu angetan ihn zu ermuntern. Auch Pella, die Hauptstadt Makedoniens, war ein kleines, unkultiviertes Nest und die Insekten aus den nahegelegenen Suempfen plagten die Einwohner. Zumindest aber war die Position des Hegemonialstaates frei, denn die traditionell führenden Griechenstädte Sparta, Athen und Theben, die sich in wechselnden und blutigen Kriegen bekaempft hatten, befanden sich im Niedergang. Makedonien aber galt allgemein als primitv („barbarische Hellenen“ oder „hellenisierte Barbaren“).

Phillip begann mit der Neuorganisation seiner heruntergekommenen Armee. Die Adelsreiterei, auch genannt Hetairen (=Gefaehrten), stellte er in Ilen auf, und wurde zur Elitetruppe seines Heeres. Die Fusskaempfer organisierte er in Phalanxen als starre, disziplinierte Angriffstrupps, ausgerüstet mit langen Speeren ( genannt Sarissen ). Staedte, die Phillip belagerte, wurden nicht mehr ausgehungert, sondern durch Belagerungsmaschinen zerstoert. In der einzigen offenen Feldschlacht gegen die großen Griechenstaedte, die Schlacht von Charoneia 338, wandte er die neuartige „schiefe Schlachtordnung“ an, welche auch Alexander zu seinen Siegen verhelfen sollte. Ueberhaupt profitierte er stark von den Reformen seines Vaters.

358 konnte Phillip das nahegelegene Paionien seinem Reich hinzufuegen.Dank der dortigen Goldgewinnung konnte er seine Kriegspolitik nun auch leichter finanzieren. Von 356 bis 346 fuehrte er einen wechselhaften „heiligen“ Krieg gegen die Phoker (diese hatten angeblich einen Sakrileg begangen). Phillip gewann den Krieg trotz anfaenglicher Rückschlaege, dank seiner Zaehigkeit (352 Sieg auf dem Krokusfeld, Gewinn Thessaliens) und seiner geschickten Diplomatie, die Athen und Sparta dazu brachte, den Phokern die Unterstuetzung zu versagen. Auch Demosthenes, Athens Rednergenie, konnte trotz seiner Opposition in der athenischen Volksversammlung (groesster Gegner der bekannte Aischines) Makedoniens Aufstieg nicht aufhalten.Auch seine Anti-Phillip Reden, die sogenannten „Phillipikas“ (wie noch heute Hetztiraden gegen Persoenlichkeiten heissen), verhallten meistens ungehoert. 343/42 eroberte Phillip Thrakien und gewann Epeiros als Verbuendeten. Mit seinem Vorstoss nach Byzanz gaben die Griechenstaedte endlich ihre abwartende Neutralitaet auf und zogen im Hellenenbund (340) gegen Phillip. Phillip siegte bei Charoneia (338) gegen die athenischen und thebanischen Truppen. Die siegreiche Reiterei wurde von Alexander und seinen Hetairen gefuehrt. Diese besiegten Griechenstaedte mussten der Bildung des Korinthischen Bundes zustimmen (337), der nur Sparta ausschloss. Die Buendnispartner erkannten den makedonischen Koenig als Hegemon und Bundesfeldherrn an, und beschlossen den Rachefeldzug gegen Persien (Suehne für die Verwuestung Attikas und Athens, 480). Phillip hatte sein Ziel erreicht, wurde aber kurz vor seinem Aufbruch zum persischen Kriegszug von Pausanias ermordet (336). Warum Pausanias, der Anfuehrer der persoenlichen Leibgarde des Koenigs, seinen Herrn bei der Heirat von dessen Tochter vor der versammelten Festgesellschaft erstach, ist im Dunkeln geblieben.

Pausanias hatte angeblich selbst ein Motiv, denn Jahre zuvor war er ,der Legende nach, von dem makedonischen Fuersten Attalos vergewaltigt worden. Dessen Nichte Eurydike (spaeter Kleopatra) war Phillips letzte (von etlichen) Braeuten. Da Phillip den Fuersten Attalos fuer sehr wichtig hielt, verbot er seinem Gefolgsmann Pausanias die uebliche Blutrache zu nehmen, woraufhin sich dieser vielleicht an seinen Lehensmann persoenlich raechte. Aber die Ermordung Phillips koennte auch in einem groesseren Zusammenhang stehen. Es waere ebenso moeglich, dass Phillips Weib Olympias von Epeiros (der Mutter Alexanders) Pausanias zu dem Attentat anstiftete, denn sie hasste ihren Mann, der neben ihr noch mehrere Frauen im Zuge seiner Buendnispolitik ehelichte. Ausserdem wollte sie ihren Sohn Alexander sicher auf dem makedonischen Thron sehen, wofuer sie angeblich schon frueh Alexanders aelteren Halbbruder Arrhidaios vergiften liess, der daraufhin schwachsinnig wurde. Das sie eines Mordes faehig war, bewies sie schnell, nachdem sie nach dem Tode ihres Mannes wieder von einer kurzzeitigen Flucht aus Makedonien (ueberraschend schnell) wieder zurueckgekehrt war. Sie erschlug Kleopatra, die letzte Frau Phillips, und ihre neugeborene Tochter mit eigenen Haenden in den koeniglichen Gemaechern.Auch die makedonische Oberschicht glaubte wohl Grund zur Ermordung des Koenigs zu haben. Phillip hatte Makedonien dran sich in einen erneuten Krieg (gegen das persische Grossreich) zu werfen. Ausserdem gab es wohl makedonische Adelige, die mit der Thronfolge Alexanders nicht einverstanden waren, denn schon Phillip war nur Halbmakedone, womit Alexander nur noch „Viertelmakedone“ war. Schliesslich hatte auch Alexander selbst ein Motiv fuer die Ermordung seines Vaters, denn in den letzten paar Jahren war es offenbar zu einer Entfremdung zwischen Vater und Sohn gekommen.

Phillip ehelichte, wie gesagt, die Adelige Makedonenfuerstin Kleopatra. War die zu erwartende Nachkommenschaft aus dieser Verbindung nicht eine ernstzunehmende Konkurrenz fuer den designierten Kronprinzen Alexander? Nahm Phillip Kleopatra vielleicht gerade deshalb zur Frau, um dem makedonischen Hochadel einen fuer sie annehmbaren Erben zu produzieren, womit er Alexander aber gleichzeitig ausbootete? Auf der Hochzeitsfeier Phillips mit Kleopatra kam es zum Eklat und der betrunkene Alexander beleidigte seinen Vater, woraufhin dieser seinen Sohn verbannte. Alexander und einige seiner Freunde flohen mitsamt der Mutter Olympias nach Epiros. Waehrend Alexanders Abwesenheit verhandelte Phillip mit dem kleinasiatischen Regionalfuersten Pixadorus, um seinen schwachsinnigen Sohn Arrhidaios mit dessen Tochter zu vermaehlen. Alexander bekam davon Wind, woraufhin er sich kurzerhand selbst dem Pixadorus als Schwiegersohn anbot, womit er die Plaene seines Vaters durchkreuzte. Alexander kehrte bald nach Pella zurueck und es kam zu einer frostigen Aussprache mit Phillip in Anwesenheit des Philotas, Sohn Parmenions und Hetaire Alexanders. Alexander blieb bei seinem Vater, allerdings wurden mehrere seiner Hetairen, die Alexander bei seinem Vorhaben unterstuetzt hatten, verbannt. Damit war jedoch Alexanders Thronfolge noch immer nicht gesichert, weshalb er Interesse daran gehabt haben wird, Phillip so frueh wie moeglich Tod zu sehen. Das auch er durchaus des Mordes faehig war, werden wir spaeter noch feststellen.Alexanders Weg zum makedonischen Thron und zum Hegemon Griechenlands begann 356 , als er als Sohn Phillips und der Olympias, einer epeirotischen Prinzessin geboren wurde. Seine Kindheit mag nicht besonders gluecklich gewesen sein, da sich sein Vater auf staendigen Kriegszuegen gegen Hellenen, barbarisierte Hellenen und Barbaren befand und er sich somit in der Obhut seiner Mutter Olympias befand. Diese Frau war mit einem starken Willen und Herrschsucht beseelt und versuchte Alexander zu ihrem Geschoepf zu machen. Sie, als dionysische Bacchantin (Priesterin), beseelte Alexander vielleicht mit seiner Ueberzeugung der eigenen Goetttlichkeit.

343 wurde der dreizehnjaehrige Alexander von seinem Vater nach Mieza geschickt, wo er und seine Mitschueler, seine spaeteren Hetairen, von Aristoteles, dem Schueler Platons unterrichtet wurden. In was genau der grosse Phillosoph den makedonischen Prinzen unterrichtete, koennen wir nur erahnen, doch fest steht, daß Aristoteles den jungen Alexander entscheidend praegte und ihm die Augen fuer die griechische Kultur oeffnete. So war Alexander in der Folgezeit beispielsweise ein Verehrer Homers, konnte aus der Ilias auswendig rezitieren, und fuehrte ein Exemplar immer bei sich. Uerberhaupt erwies sich Alexander als grosser Verehrer griechischer Kultur und Phillosophie (Homer war nicht der einzige Kuenstler den er auswendig rezitieren konnte). Aristoteles brachte ihm alles wissenswerte seiner Zeit bei, sei es betreffend der Geographie, Medizin oder des Kriegswesens. Ob der Phillosoph in ihm die unendliche Sehnsucht nach den Grenzen der Welt pflanzte, oder ob er in ihm den Traum von der Verschmelzung der Voelker initiierte, wissen wir nicht, doch liegt die Vermutung sicherlich nahe. Der Einfluss des Aristoteles auf Alexander sollte zumindest nicht unterschaetzt werden. 340 macht Phillip Alexander erstmals zum Stadthalter. Aus der Tatsache, dass wir so wenig über seine Amtszeit erfahren, mag man ermessen, wie gut und erfolgreich Alexander seine Aufgabe bewaeltigte. 338 fuehrte der Prinz Makedoniens seine Reiterei in der Schlacht von Charoneia erfolgreich gegen die griechischen Truppen und schenkte seinem Vater somit einen glanzvollen Sieg.

Finn und seine Krieger
Einer der bedeutendsten Zyklen der irischen Sagas, der sogenannte Fenian Zyklus wurde nach dem legendären irischen Helden Finn benannt. Finn führte die Fians an, ein Bande, die Krieger jagte und Fenians genannt wurde.

Laut der Überlieferung fanden Finns Taten und Heldentaten im 3. Jahrhundert nach Chr. statt, doch die Erzählungen über ihn nahmen erst im 12. Jahrhundert ihre endgültige Form an.

Finn, der Sohn von Cumhall und Side Blai, wird als kluger Mann und Seher beschrieben. Schon in früher Jugend, als sein Name noch Demhne war, erlangte er übernatürliche Weisheit. Eine Geschichte erzählt, daß er den Lachs des Wissens fing und verzehrte, der ihm zu dieser Klugheit verhalf. Man gab ihm den Namen Finn, was „ kenntnisreich“ bedeutet. In einer anderen Version dieser Geschichte entdeckt Finn beim Kochen des makellosen Lachses eine Hautblase und verbrennt sich beim Aufdrücken der Blase den Finger. Um den Schmerz zu lindern, steckt er seinen Finger in den Mund und erlangt just in diesem Augenblick seine Weisheit.
Die zentrale Episode der Sagas über Finn beschreibt seinen Sieg über den monströsen einäugigen Riesen Goll (oder Aodh). Einmal im Jahr, am Fest des Samain (am 1. November, dem Neujahrstag), brannte dieser Riese den Königshof der irischen Hauptstadt Tara nieder, nachdem er die Einwohner mit seinen verzaubernden Melodien in den Schlaf gewogen hatte. Finn widerstand den Melodien des Riesen, indem er einen magischen Speer vor seine Stirn hielt. Im darauffolgenden Kampf besiegte Finn mit Hilfe seiner geheimen Kenntnisse der Kriegskunst den Goll und tötete ihn.

Eine andere Saga erzählt, wie Finn nach dem Tod seiner Gattin um Grinne, die Tochter des irischen Königs warb. Aber trotz seines Ruhms als hervorragender Krieger, kluger Mann und Dichter wählte sie statt seiner den gutaussehenden jungen Krieger Diarmaid und brannte mit ihm durch.
Finn und seine Anhänger, die Fenian Krieger, unterwarfen ganz Irland mit Ausnahme von Ulster. Im Jahre 283 nach Chr. gelang es Cairpre, dem König von Tara, die Fian zu besiegen. Als Finn im Jahre 286 nach Chr. starb, zog der Rest der Fian in die Wälder.

Finns Sohn, Ossian, der ebenfalls ein Dichter wurde, lebte lange genug, um St. Patrick (5.Jahrhundert)
kennenzulernen. Ossian und Caoilte, einer seiner Kameraden, begleiteten den Heiligen auf einer Reise durch Irland, erzählten ihm von längst vergangenen Heldentaten und diskutierten mit ihm über das
Heidentum.

Die Argonauten
Nephele, die Göttin der Wolken, hatte sich in Athamas, den Sohn von Aeolus, Enkel von Hellen und Urenkel von Deucalion, Sohn des Prometheus, verliebt. In Böotien herrschte damals König Athamas. Nephele weilte nur kurz auf der Erde. Als sie in den Himmel zurückkehrte, ließ sie ihren Sohn Phrixus und ihre Tochter Helle in Athamas Palast zurück. Athamas´ zweite Frau Ino wendete eine List an und überredete ihren Mann, Phrixus zu opfern. Um ihre Kinder zu retten, entführte Nephele sie und stellte Phrixus und Helle den geflügelten Widder mit dem Goldenen Vlies zur Verfügung, damit sie sich in Sicherheit bringen konnten. Als Bruder und Schwester das Meer an der Stelle überflogen, wo Europa und Asien sich trennen, bekam Helle Angst vor der Höhe und den tosenden Wellen und fiel vom Rücken des Widders in das tiefe Wasser. Sie ertrank in der Meerenge, die zu ihrem Gedenken Hellespont (das Meer Helles) genannt wird. Phrixus, der Kolchis heilerreicht hatte, opferte Zeus den Widder und hängte das wertvolle Goldene Vlies in den Baum einer heiligen Höhle, wo es von den wachsamen Augen eines Drachens gehütet wurde.

Als Athamas Neffe Pelias die Macht in Jolcus übernommen hatte, sandte er seinen Neffen Jason, welcher der rechtmäßige Thronerbe war, aus, damit dieser das Goldene Vlies zurückhole. Jason rief alle Heroen um Hilfe an, die sofort auf dem Schiff, das nach seinem Erbauer Argo getauft worden war, die Segel setzten. Die Besatzung bestand aus Herakles, den Dioskuren (Castor und Polydeuces), Orpheus, Meleager, Lynceus and Idas (die Zwillinge), Telamon, Peleus, Oileus, Nauplius, Laertes und anderen.
Die Argonauten gingen erstmals auf der Insel Lemnos an Land, die damals nur von Frauen bewohnt wurde. Aus verständlichen Gründen hielten sie sich dort längere Zeit auf, und nur der Beharrlichkeit von Herakles war es zu verdanken, daß sie ihre Geliebten verließen und ihre Reise fortsetzten. Die Königin der Insel Lemnos, Hypsipyle, gebar zwei Söhne Jasons.Nachdem sie Lemnos verlassen hatten, passierten die Argonauten den Hellespont und segelten in Richtung der Dolionen, wo sie von deren König Cyzicus freundlich willkommen geheißen wurden. Als Dank für seine Gastfreundschaft befreiten sie sein Land von den grausamen Riesen, den Lästrygoniern. Danach verließ sie die Halbinsel, irrtümlich trieb die Argo jedoch nachts wieder dorthin zurück. Die Landbewohner erkannten ihre früheren Gäste nicht und begannen gegen sie zu kämpfen, wobei König Cyzicus sein Leben verlor.
Die Argonauten setzten ihre Reise fort, nachdem sie Herakles und zwei seiner Freunde zurückgelassen hatten. Sie erreichten das Land der Bebryker, das von König Amycus beherrscht wurde, der die Fremden zu einem Faustkampf auf Leben und Tod herausforderte. Die Argonauten nahmen die Herausforderung an, und Polydeuces tötete Amicus mit einem einzigen Faustschlag. In der darauffolgenden Schlacht fanden viele Bebryker den Tod, die restlichen zerstreuten sich.
In der thrakischen Stadt Salmydessus angekommen, retteten die Argonauten den Seher Phyneus aus den Händen der stinkenden, geflügelten Harpyen, kurz vor dem Hungertod. Zum Dank dafür verriet Phyneus den Helden, wie sie unter Umschiffung aller Hindernisse sicher nach Kolchis gelangen könnten. Sie befolgten Phyneus Rat, und konnten mit Hilfe von Athene und Hera ohne Probleme die Symplegaden umschiffen. Bei den Symplegaden handelte es sich um zwei schwimmende Felsen, die zusammenstießen, sobald irgend etwas zwischen sie gelangte. Nach diesem Vorfall wurden die Felsen durch die Macht der Götter auf immer und ewig fixiert. Aus diesem Grund rechnete man den Argonauten die Öffnung des Seewegs zum Schwarzen Meer als Verdienst an.
Kolchis erreichten die Argonauten erst, nachdem sie mehrere ihrer Begleiter verloren hatten. Medea, die Tochter von König Aeetes, verliebte sich in Jason. Jason versprach ihr die Ehe, und unter Zuhilfenahme ihrer magischen Kräften half Medea ihm dabei, das Goldene Vlies zu finden.
Als sie aus Kolchis flohen, mußten die Argonauten wiederum zahlreiche gefährliche Abenteuer bestehen. Sie vollbrachten viele Heldentaten, in denen sich ihr Heroismus zeigte, und kehrten schließlich im Triumph nach Jolcus zurück.

Die Drachentöter

Die Großtaten jedes Helden, der einen Drachen oder eine Schlange tötete, ist in den Mythen, sowohl der indoeuropäischen Überlieferung als auch in denen vieler anderer Nationen der ganzen Welt, eines
der weitverbreitesten Themen. In der indoeuropäischen Überlieferung ist dieses Thema jedoch derart tief verwurzelt, daß es so wirkt, als ob es im Laufe der Zeit aus den volkstümlichen Heldenepen des
mythologischen Bereiches übernommen wurde.

In den Liedern der „Elder Edda“, der „Younger Edda“, sowie in „Saga of the Volsungs“, „Saga of Tidrek“, den mittelalterlichen skandinavischen Balladen und in dem germanisch epischen
Gedicht dem „Nibelungenlied“ werden Sigurds Leben und seine Taten geschildert. Im „Nibelungenlied“wird Sigurd nach der germanischen Überlieferung Siegfried genannt.

In den meisten Versionen der Mythen über Sigurd ist er als der Sohn Sigmunds – dessen Vater Volsungist – bekannt. Wie in der Legende berichtet wird, brach Odin, nachdem Sigmund im Kampf fiel,das wundervolle Schwert, daß er ihm einst gegeben hatte in Stücke, doch Hjordis, die Gattin des Helden, hob die Stücke auf und verwahrte sie. Sigurd wurde von dem Zauberschmied Regin
gefördert, der ihm viele Fertigkeiten beibrachte. Als Sigurd zum Mann herangewachsen war, und es
Zeit wurde, ein Pferd auszuwählen, überredete ihn der als alter Mann verkleidete Odin, die Stute Grani – eine Nachfahrin von Odins Pferd Sleipnir – zu nehmen.

Regins Bruder war der Drache Fafnir. Er bewachte den Schatz, den Odin, Hionir und Loki sich von dem Zwerg Andvari geholt hatten, der den Schatz allerdings mit einem Fluch
belegt hatte. Die Aesirs gaben diesen Schatz an den Vater von Fafnir und Regin weiter, um die Ermordung von dessen dritten Sohn Otter wiedergutzumachen. Fafnir tötete seinen Vater daraufhin
und nahm den Schatz an sich.Regin wollte den Schatz mit allen Mitteln zurückhaben und drängte Sigurd, Fafnir zu töten. Regin schmiedete zwei Schwerter für dieses Vorhaben, doch als man sie ausprobierte, zerbrachen beide. Anschließend holte Sigurd sich die Bruchstücke des Schwertes seines Vaters, und Regin schmiedete daraus ein neues Schwert, das beim Test den Amboß zersplitterte. Das Schwert erhielt den Namen Gram. Um den Drachen zu töten, hob Sigurd unter dessen Thron eine Grube aus. Als der Drache über ihm war, stieß er mit seinem Schwert zu und schlug Fafnir den Kopf ab. Während er
sein Fleisch kochte, verbrannte er sich den Finger und steckte ihn in den Mund. Im gleichen Moment begann er, die Sprache der Vögel zu verstehen und aus ihrem Gezwitscher erfuhr er, daß Regin vorhatte, ihn zu töten. Daraufhin schlug er auch Regin den Kopf ab, wodurch er in den Besitz des Schatzes – und damit auch des Fluches, den der Zwerg Andvari auf ihn gelegt hatte – kam. Der Fluch führte schließlich zu Sigurds Tod. Seine weiteren Taten hatten mit der Episode, in der er den Drachen tötete, nur wenig zu tun.

In der germanisch-skandinavischen epischen Tradition ist Sigurd nicht der einzige Drachentöter.
Der angelsächsische Heldenepos „Beowulf“ (8. Jahrhundert) erzählt von dem Leben und den Taten dieses Helden aus dem Land der Geats, dessen herausragendste Heldentat
ebenfalls das Töten eines Drachen war, wobei Beowulf allerdings im Kampf gegen das Monster auch sein Leben verlor. Im Gegensatz zu Sigurd vollbrachte Beowulf seine Heldentaten jedoch ohne die Hilfe der Götter.

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