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"In einer blockierten Gesellschaft, wo jeder schuldig ist, ist es das einzige Verbrechen, sich erwischen zu lassen. In einer Welt der Diebe ist Dummheit die einzige unverzeihliche Sünde." (Hunter S. Thompson)
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Japanische Legenden

Amaterasu und Susano

Nachdem Izanagi die Welt unter seinen drei großen Kindern aufgeteilt hatte, fühlte sich Susano, der die Ebenen des Meeres bekommen hatte, benachteiligt. Er weinte und heulte solange, bis sein Bart bis zur Mitte seines Brustkastens reichte. Sein Schreien ließ grüne Berge verdorren und Flüsse und Meere austrocknen.
Schließlich beschloß Susano, sich in „das Land seiner Mutter“
Izanami bzw. in das Land der Toten, Yomi-no-Kuni zurückzuziehen. Wütend über Susanos Entscheidung, verbannte Izanagi ihn aus Takama-no-Hara. Bevor er ging, besuchte er seine Schwester Amaterasu, um sich von ihr zu verabschieden. Sein Auftritt war jedoch derart ungestüm, daß Amaterasu glaubte, er käme in feindlicher Absicht und sich auf einen Kampf vorbereitete.
Nachdem er die Situation erkannt hatte, versuchte Susano, seine friedlichen Absichten zu demonstrieren, indem er Amaterasu vorschlug, gemeinsam Kinder zu zeugen.
Von seinem Schwert, welches Amaterasu in drei Stücke brach und aß, gebar sie drei anmutige Göttinnen und aus Amaterasus Halskette – dem magatama -, das Susano verzehrte, entsprangen fünf männliche Götter. Susano, der sich nach der Teilung der Welt beleidigt gefühlt hatte und die Vertrautheit mit Amaterasu als einen Wettbewerb betrachtete, freute sich, da er annahm, daß er der Sieger dieses Wettbewerbes war.
Nachdem er so seine verletzte Würde wiederhergestellt hatte und mit Freude erfüllt war, beging Susano die Taten, die von den Japanern „die acht himmlischen Sünden“ genannt werden. Er zerstörte die Furchenraine und Bewässerungsgräben in den von Amaterasu kultivierten Feldern, er entweihte mit seinen Exkrementen die heilige Halle, in der es Sitte war, den Göttern „die erste Nahrung“ anzubieten, er häutete ein Pferd bei lebendigem Leibe und warf es in eine Halle, in der Amaterasu mit ihren himmlischen Webern rituelle Gewänder herstellte, um sie zu erschrecken, usw.
Nachdem er von Takama-no-Hara, bzw. aus den Himmeln verbannt worden war, ging Susano hinab in das Land von Izumo im oberen Hi Fluß. Zu Susanos Nachkommen gehörte der Gott Okuninushi, der schließlich gezwungen war, Izumo an den Gott Honinigi, den direkten Nachkommen Amaterasus und den Vorfahren der japanischen Kaiser, zu übergeben.

Quellenhinweis: Infoware Multimedia

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