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Kinder im Mittelalter

Da die Kinder oft im alter von 1-2J ahren starben, hatten die Eltern kaum einen Bezug zu ihnen. Die Trauer beim Tode eines Kindes war daher gering, der Gedanke der Eltern war es das an diese Stelle bald ein neues Kind treten würde. Sobald ein Kind laufen konnte und gut mit seinen Händen umgehen konnte musste es selbstständig arbeiten. Säuglinge wurden oft 2Jahre gestillt und gewickelt, und nur selten waren sie betreut. Gab es ältere Schwestern so waren sie meist für die Betreuung eingeteilt. Allerdings nur wenn die Schwester jünger als 6Jahre war. Ab 6Jahren war die Tochter zu Haushalts und Feldarbeit eingeteilt. War der Hof der Eltern zu klein, gaben sie ihre Kindern in die Hände anderer Gehöfte oder zu Hirten. Konnte ein Kind seine Aufgaben nicht in der Vorgegeben Zeit verrichten wurden sie mit harten Körperlichen Strafen bestraft.

Die Erziehung der Kinder war sehr unterschiedlich zu der heutigen Erziehung. Das einzige was beide gemein hatten war es das lesen zu erlernen und höfischen Umgang und Bewahrung der Sitten.

Söhne:
Die Söhne wurden meistens vom Vater erzogen, bei Adligen und Gutbürgerlichen durch Erzieher.
Sie lernten den Beruf des Vaters, Königssöhne erlernte dazu noch Regieren, Kampfeskunst. Oft wurden die Jungen Adliger und Gutbürgerlicher zu Lehrlingen der Ritter (Knappen). Sie lernten im Spiel das Waffen schwingen, Schild halten, sowie Reiten. Sie lernten auch das richtige auftreten am Hofe, die Regeln.

Töchter:
Die Mädchen wurden stets im Haus gehalten. Sie lernten von ihren Müttern wie man die täglich anfallenden Hausarbeiten erledigt. Die Töchter lernten das Spinnen, Weben, Gebären und Erziehen ihrer Kinder. Den Weg zur Kirche und zum Einkauf durften sie alleine gehen, sie waren immer in Begleitung der Mutter. Dies sollte verhindern das die jungen Mädchen der Fleischeslust unterlagen. Schamhaftigkeit, Keuschheit, Demut, Schweigsamkeit und Würde der Sitten waren die höchsten Attribute der Mädchen die sie erlernen sollten, neben dem Gebet. So liefen die Mädchen immer bedeckt durch die Strassen, um ja kein Fleisch zu zeigen.

Die Mädchen mussten ihre Jungfräulichkeit bis zur Vermählung behalten, daher hielt man sie fern von jungen Männern. Sie wurden immer beschäftigt gehalten um sie von unsittlichen Gedanken rein zu halten.

Bildung im Mittelalter:
Damals waren die ersten Schulen in den Städten noch die Schulen der Klöster, der Dom- und Stiftskirchen. In erster Linie bildetet man hier neue Geistige aus, die später in diesen Klöstern als Priester oder Mönche tätig wurden. In Frauenstiften bildete man die Töchter zur Nonne aus. Da im Geschäftswesen es sich immer mehr durchsetze alles schriftlich zu Formulieren, musste eine Schulreformierung her. Es sollte nicht mehr länger nur das lesen lateinischer Texte gelernt werden sondern auch das lesen der eigenen Sprache. Meist konnten dies nur die Adligen oder Schriftführer. In vielen Städten versuchte der Rat zusätzliche Schulen einzurichten,in Lübeck und Hamburg gab es sie bereits im späten 13. Jh., in Lüneburg und Braunschweig erst zu Beginn des 15. Jh. In Lübeck fand man Tafeln, die nicht nur mit lateinischen Texten beschrieben waren sondern auch mit Geschäftsbriefen.

Die staatlichen Schulen unterrichteten neben Deutsch, Niederdeutsch und Latein auch die Mathematik. Kirchliche Schulen waren trotzdem noch angesehen, doch nur wer reich war konnte sich eine Ausbildung dort leisten. Vergleichbar mit heutigen Kirchen- und Privatschulen. Das wichtigste Schulbuch war die lateinische Grammatik des Aelius Donatus (4. Jh.) von dem es bis 1500 ca. 355Ausgaben gab.
Eine Bildungseinrichtung erfährt im Mittelalter ihre Ausformung und wird zum Inbegriff mittelalterlicher Bildung selbst: die Universität. Zwei Universitäten bieten uns heute den meisten Aufschluss darüber was und wie früher an Universitäten gelehrt wurden..

In Bologna finden sich Lehrer und Schüler zu einer Gemeinschaft (= universitas magistrorum et scholarium) zusammen, um ihre Bildung über den Gesetzeskodex des römischen Kaisers Justinian zu vertiefen.
In Paris studieren Lehrer und Schüler die von den Arabern überlieferten Schriften des Aristoteles. Dies stieß der Kirche übel auf da, diese Schriften nicht der Klerikerausbildung dient, und so mit Misstrauen betrachtet wird. Die Universität von Notre Dame wird daher zeitweise geschlossen.

Da die Universitäten von Anfang an weit über die nationalen Grenzen hinauswirken, durch den häufige Universitätswechsel von Professoren und Studenten, um mehr Wissen zu erlangen, werden die Universitäten immer unabhängiger von Staat und Kirche. Dadurch erhielt die Universität eine eigene Gerichtsbarkeit. Bald erkannten die Kaiser und der Papst den nutzen dieser Bildungsstätten so das sie von ihnen mit vielen Vorteilen ausgerüstet wurden.

Spiele:
Schon im Mittelalter gab es Püppchen und Kindergeschirr, mit denen die Mädchen im Spiel lernten einen Haushalt zu führen. Diese bestanden meist aus Ton, die Puppen aus Stroh oder Stoff/Wollresten.

Noch heute ist es Sitte das Mädchen mit ihren Puppenkindern lernen wie man Wickelt und Stillt, sowie mit Kindergeschirr das kochen und auftafeln.

Die Jungs spielten Ritter, mit Holzschwertern und Holzschildern. Bis in den 50ern war auch noch das „Reifentreiben“ ein beliebtes spiel, das damals erfunden wurde. Sie fertigten sich auch Rasseln als Schweineblasen und auch die ersten Luftballons.
Das Spielen diente zu einem dem Erlernen von Fähigkeiten aber auch zur körperlichen Bewegung.

Musizieren, Murmeln, Kegeln, Schach und andere Brettspiele zählten damals auch unter Kinderspiele, die aber auch von Erwachsenen gespielt wurden.
Gespielt wurde meist mit gleichaltrigen oder Geschwistern. Wurde im Kreise der Geschwister gespielt so durften auch die Mädchen mitspielen, sonst spielten sie getrennt von den Jungs.
Meist wurden die Spielsachen von den Kindern selbst gebaut, da die wenigsten Eltern das Geld für gekaufte spielen hatten.

Nur adlige Kinder konnten sich Spielsachen von Tischlern bauen lassen.

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