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Mythologien aus der ganzen Welt

Die tausend Inseln
Die mythologischen Systeme weisen genau wie die Bevölkerung des malaiischen Archipels (Malaysia, Indonesien, die Philippinen, Singapur, Brunei, Timor) eine bemerkenswerte Vielfalt auf.
Trotz einer Vielzahl an gemeinsamen Merkmalen kann man sie in drei autonome Gruppen einteilen: Die Mythologie des westlichen Indonesiens und Malaysias; die Mythologie des östlichem Indonesiens; und die Mythologie der Philippinen.
Die hauptsächlichen Eigenarten der Mythologie des Volkes des östlichen Indonesiens zeigen sich in kosmogonischen Mythen, in denen die Schöpfung der Welt und des Menschen als Folge der heiligen Ehe zwischen Männlichkeit und Weiblichkeit beschrieben wird. Das Motiv der heiligen Ehe erscheint in mindestens drei Versionen: Der Himmel (Männlichkeit) und die Erde (Weiblichkeit); die Sonne und die Erde; die Sonne und der Mond. Das zentrale Element in der Weltentstehungslehre ist entweder der Weltbaum Nunu oder der Weltberg. Das mythologische Pantheon des östlichen Indonesiens umfaßt in der Regel Darstellungen der Sonne (Himmel und Mond) und der Erdgottheiten, die über den anderen, geringfügigeren Sternengottheiten stehen; manchmal die oberste Göttlichkeit (ein Demiurg), Kulturhelden, Urmenschen und eine große Anzahl von bösen und guten Geistern.
Die meisten Mythologien des westlichen Indonesien und Malaysias haben ihre Originalität verloren, nachdem sie dem Einfluß solcher Weltreligionen wie dem Hinduismus, dem Buddhismus (1. Jahrtausend nach Chr.), dem Islam (14. – 15.
Jahrhundert) und später dem Christentum (19.-20. Jahrhundert) ausgesetzt waren. Der Großteil der mythologischen Charaktere sind entweder als Fabelwesen oder in stark veränderter Form in bestimmten Geschichten des Buddhismus und Hinduismus noch immer erhalten.

Eines der Merkmale, das die Mythologien dieser Region gemeinsam haben, ist die Vorstellung der Universumsstruktur. Die ganze Welt wird auf drei Ebenen dargestellt: Die obere (der Himmel), die mittlere (die Erde) und die untere Welt. Es herrschte die Überzeugung, daß die obere und die untere Welt zusammen mit den Gottheiten erschienen, die dann die mittlere Welt erschufen. Die oberen Welt bestand aus sieben oder neun Himmelsschichten.
Die untere Welt schien sich aus Wasser zusammenzusetzen und wird häufig als der erste Ozean mit einer darin schwimmenden Erde betrachtet. Jede der senkrechten Welten ist in waagrechte Abschnitte eingeteilt, die sich entweder an dem Hauptfluß, der durch diese Welt fließt, oder an dem Land –Meer “ System orientieren. Das Pantheon ist mit der Struktur des Universums verbunden. Die obere Welt — das Reich der männlichen Substanz — wurde vom Schöpfergott beherrscht, der normalerweise in der Gestalt eines Nashornvogels erschien.
Andere Gottheiten, die die Himmel bewohnen, sind dem obersten Herrscher untergeordnet und stehen mit den Menschen in engerer Verbindung (kulturelle Helden, Vorfahren oder Helfer der Menschen). Die chtonische Welt ist die Verkörperung der weiblichen Substanz. Den Kopf dieser Welt stellt eine schlangengleiche, gehörnte Göttin dar — die Kontrahentin des Schöpfers. Die mittlere Welt schwimmt über ihre Hörner und ihren Rücken in den Weltozean.
Zu ihren Untergebenen zählen in der Regel die Gottheiten der Landwirtschaft und der Fruchtbarkeit. Die Schöpfung der Welt wird nicht einer Ehe, sondern der Folge eines Streites oder Kampfes zwischen der oberen und der unteren Welt (Vögel gegen Schlangen) verstanden. Während dieses Kampfes wurden Erde und Menschheit aus Teilen des zerstörten Weltbaums geschaffen. Es gibt auch eine andere, noch ältere Version des kosmogonischen Mythos´, derzufolge die erste Gottheit die Göttin Lymimuut, die Mutter der Götter, war. Sie entstieg dem Felsen, der in der Mitte der unbewohnten Erde stand.
Nachdem sie dem Westwind den Sonnengott Toara geboren hatte, verließ sie ihn, doch einige Zeit später trafen sie sich wieder. Da sie einander nicht erkannten, ließen sie sich von der Priestergöttin Kareima, die ebenfalls diesem Felsen entstiegen war, vermählen. Aus dieser Verbindung entstammen die Götter und die Vorfahren der Menschen, die die Erde erbten.
Den größten Unterschied weist die philippinische Mythologie in den Mythen auf, die sich mit der Universumsstruktur beschäftigen, denn hier glaubte man, daß diese sich aus fünf statt aus drei Ebenen zusammensetzt. In dem Mythos liegt über der mittleren Welt die Welt „Daja“, die mit „Kabunian“, der Welt des Himmels, verbunden ist und unter der mittleren Welt befindet sich die Welt Lagod“, die mit „Dalum“, der unteren Welt, verbunden ist. Alle diese Welten befinden sich am Ufer des Weltflusses. Das philippinische Volk verfügt über einen sehr umfangreichen Pantheon von Gottheiten, der einen bemerkenswerten Mangel an strenger Hierarchie und an Verbindung der Götter zu den Welten des Universums aufweist.
Die Darstellungen des höchsten Schöpfergottes sind eher dürftig entwickelt. Während kosmogonische, anthropogene und ethnologische Themen nur angeschnitten werden, ist der Mythos über eine Flut, der in Indonesien nahezu unbekannt ist, auf den Philippinen sehr beliebt.

Quellenhinweis: Infoware Multimedia

Der Sand der Kalahari
Nicht nur die fortschrittliche afrikanische Zivilisation entwickelte ihre eigenen mythologischen Systeme, sondern auch arme und primitive Kulturen. Eine dieser Kulturen ist die der Buschmänner, eines afrikanischen Volkes, das hauptsächlich in in der Wüste Kalahari lebt. Die Buschmänner sind die Nachkommen der Ureinwohner Südafrikas.
Die Mythologie der Buschmänner funktioniert nach einer streng archaischen Rangordnung. Typische Merkmale sind totemische Ansichten und die Personifizierung natürlicher Kräfte und der Umwelt. Die Heuschrecke Tzagn ist der zentrale Charakter vieler – d.h. in der Mythologie der meisten Stämme der Buschmänner verwurzelter – Mythen. Sie wird als ein totemischer Kulturheld, Schöpfer, Vorfahr und auch als Betrüger beschrieben. Tzagns Gemahlin ist die Hyrax, genannt Huntu oder Koti. Tzagns Schwester ist ein blauer Kranich, seine Adoptivtochter ist Tzo, das Stachelschwein. Ihr Gemahl, Quammanga, ist die Kreatur, die man im Regenbogen sehen kann. Tzo hat mehrere Söhne und einer von ihnen ist der Mungo Ni.
Tzagn hat ebenfalls zwei Söhne, Gounu-Tsatzou und Tzagn, der Jüngere. Bevor sie sich in Tiere verwandelten, gehörten sie dem alten Volk“ an, das das Land vor den Buschmännern bewohnte. Tzagn war der Erste unter diesen Menschen. Er erschuf alles – Sonne, Mond, Sterne, Nacht, Berge, Tiere, Vögel und so weiter. Er ist der Schöpfer aller Dinge“ und Herrscher über Leben und Tod.
Tzagn hat magische Kräfte und die Fähigkeit, Ereignisse vorherzusehen. Er erschuf die Menschen und lehrte sie alles, was sie zum Überleben brauchten.
Bei den Buschmännern gibt es eine große Vielfalt astraler Mythen. Einer dieser Mythen berichtet von einem Feuermann, der einen leuchtenden Kopf hatte und einst auf der Erde lebte. Er brachte Glück bei der Jagd, forderte aber stets das beste Stück Fleisch für sich. Die Jäger töteten den Feuermann und köpften ihn mit ihren steinernen Messern. Einer der Jäger spießte seinen Kopf auf einem Stab auf und warf ihn nach oben. Auf diese Art kam die Sonne am Himmel zum Vorschein. Seitdem reist die Sonne jeden Tag von Osten nach Westen und sucht ihren Körper auf der Erde.
Ein anderer Mythos beschreibt, wie die Sonne ihren Rivalen, den Mond, jagt und nach und nach Fleischstücke aus ihm herausschneidet. Wenn es dem Mond gelungen war, der Sonne zu entkommen und allmählich wieder Fleisch zu bekommen, fing sie ihn wieder ein und der Kreislauf begann von vorne.
Die Buschmänner glauben, daß die roten und weißen Sterne der Milchstraße Holzasche junger reifer Wurzeln der Hulapflanze sind, die von einem Mädchen aus Wut über ihre Mutter, die ihr zu wenige Wurzeln gegeben hatte, in den Himmel geworfen wurden.
Ein Mythos über Jupiter (Herz der Morgendämmerung“) erzählt wie dieser eine Lüchsin heiratete, welche von einer Hyäne verzaubert wurde, die daraufhin ihren Platz einnahm.
Die jüngere Schwester der Lüchsin entlarvte die Hyäne, die zur Strafe vom Herz der Morgendämmerung“ verbannt wurde. Seitdem wandert Jupiter nachts durch das Land und erschreckt Hyänen und Schakale mit seinen riesigen Augen, die wie Feuer brennen.
Im großen und ganzen ist die Mythologie der Buschmänner dadurch gekennzeichnet, daß ein einheitliches mythologisches System fehlt. Sie verfügen über primitive Erklärungen für Ereignisse und Naturphänomene und es gibt zahlreiche Versionen von Mythen, die ein und dasselbe Phänomen beschreiben. Die Charaktere der Mythologie sind bei den unterschiedlichen Stämmen der Buschmänner unter einer Vielfalt von Namen bekannt und es handelt sich in diesem Fall meistens um totemische Mythen und Charaktere.

Quellenhinweis: Infoware Multimedia

Ägypten

PyramidenÄgypten, das Land der Pharaonen und Pyramiden übt auf viele Menschen eine ungeheure Faszination aus. Die Pyramiden und Tempel der Pharaonen zeugen von einer Baukunst die seinesgleichen sucht. Zeitdokumente über die altäpyptische Geschichte finden sich auf Inschriften an den Wänden der Tempel , auf Papyrusrollen und in Grabkammer sowie in einem Geschichtswerk das im 3.Jahrhundert v.Chr von einem Priester Namens Mantho verfasst wurde. Dieser teilte die Herscherhäuser Ägyptens in 30.Dynastien ein , die vor Alexander dem Großen regierten.

Bis zum Ende des 4. Jahrtausends v. Chr. stand Ägypten unter der Herrschaft lokaler Stammesfürsten, die sich im Laufe der Zeit zusammenschlossen, so daß sich im Delta ein unterägyptisches Reich bildete, dem das oberägyptische gegenüberstand. Dem Fürsten Menes ( auch bekannt als Narmer) gelang es um 3000 diese beiden Reiche zu einen. Memphis wurde errichtet, die Stadt, die er »Waage der Länder« nannte.

Pharaonen waren „Diener des Horus“ und aller nachfolgenden Herrscher über Ägypten. Dies geht nicht nur aus überlieferten Dokumenten sondern auch aus vielen Kunstwerken hervor. Der Name Horus wurde zum obligatorischen Bestandteil pharaonischer Titel.

Die gewaltigten Pyramiden entstanden unter den Pharaonen der 4. Dynastie (2590-2470 v. Chr.), so z.B die Pyramide des Cheops, das größte Bauwerk dieser Art. Über einer Seitenlänge von 230 Metern erhebt sie sich in stereometrischer Klarheit zu einer Höhe von 146 Metern. 2,3 Millionen Blöcke mit einem Durchschnittsgewicht von 2,5 t wurden zu ihrem Bau verwandt. Während der Überschwemmungszeit arbeiteten 100000 Bauern an ihrer Vollendung, 4000 Steinmetze waren ganzjährig tätig. Der Sinn der Pyramide , so die Vermutungen und Überlegungen, war es, den mumifizierten Körper des Pharao in Ewigkeit zu erhalten, zugleich aber die Aufstiegsrampe bei seinem Weg ins Jenseits zu sein. »Der Himmel hat für dich die Strahlen der Sonne gestärkt, damit du dich auf ihnen in den Himmel erheben mögest als das Auge des Re^«, heißt es in den Pyramidentexten. Doch die Pyramide symbolisierte in ihrer Größe und Erscheinung auch die Macht desjenigen Herrschers, für den sie gebaut wurde. Die alten Ägypter glaubten, daß ein Mensch mehrere Seelen besäße. Eine davon, genannt „Ka“, das Doppel dieses Menschen, lebte in seinem Grab. Die „Ba“ genannte Seele, dargestellt als Vogel mit Menschenkopf, konnte durch spezielle Rituale in einen toten Körper verpflanzt werden, um diesen wieder zum Leben zu erwecken. Dafür musste man die Körper erhalten, und aus diesem Grund begann man damit, sich mit der Mumifizierung zu beschäftigen und feste Grabkammern zu bauen. Für einen normalen Ägypter bestand die Grabkammer lediglich aus Steinen, die Gräber der reicheren Ägypter wurden in die Felsen gehauen. Nur Herrscher, Priester und Pharaonen wurden in Pyramiden begraben.

Quellenhinweise: Die Weltegschichte Millenium Edition, Lexikon der Weltmythologie

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