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Die Stadt Pompeji

Im 6Jhd v. Chr. wurde die Stadt Pompeji ca. 10km südöstlich des Vulkans Vesuv gegründet.

Pompeji war eine „Multi Kulti“ Stadt. Dort trafen die griechische, etruskische, römische und samnitisch-lucanische Kultur zusammen. Das machte sich auch in der Architektur der Gebäude bemerkbar. Pompeji war eine der modernsten Städte der damaligen Zeit.

Es gab verschiedenste Gewerbe und eine Vielzahl an Kneipen / Tavernen. Selbst Kanalisation und eine Wasserversorgung gab es damals bereits.

Pompeji war eine reiche Hafenstadt, von dort aus wurden Wein und das Öl exportiert sowie umliegende Dörfer versorgt. Die umliegende vulkanische Erde war reich an Nährstoffen und bot daher das ideale Terrain für nachhaltigen Ackerbau und Viehzucht.

Doch ein gewaltiger Vulkanausbruch löschte die gesamte Bevölkerung der Stadt schließlich aus. Der Vulkan „Vesuv“ war nach mehreren Jahrhunderten der Inaktivität aus seinem Schlaf erwacht – Die Bevölkerung hatte schon längst vergessen, dass es sich bei dem Berg um einen Vulkan handelte. Als es am 24. August des Jahres 79 nach Christus schließlich zum Ausbruch kam, gab es weder eine Vorwarnung noch Maßnahmen zur Vorbereitung.

Der Ausbruch des Vesuv ging als die dramatischste Naturkatastrophe der Antike in die Geschichte ein Vor dem Ausbruch schätzt man die Bevölkerung auf ca. 20000 Menschen, fast alle fanden in der Lava den Tod. Vieles von der einst prächtigen Stadt wurde zerstört, einige Villen und Tempel mit ihren Wandmalereien und Mosaiken kann man jedoch heute noch bestaunen.

Doch nicht nur der Vesuv verwüstete die Stadt – Bereits im 62. Jahrhundert nach Christus wurde Pompeji von einem Erdbeben heimgesucht.

Plinius, ein Augenzeuge berichtete:

„Auf der anderen Seite, eine schaurige schwarze Wolke, kreuz und quer von feurigen Schlangenlinien durch zuckten, die sich in langen Flammengarben spalteten, Blitzen ähnlich nur größer. Nicht lange danach senkte sich jene Wolke auf die Erde und bedeckte das Meer. Schon regnete es Asche, doch zunächst nur dünn. Ich schaute zurück: Im Rücken drohte dichter Qualm, der uns, sich über dem Erdboden ausbreitend, wie ein Gießbach folgte. Es wurde Nacht, aber nicht wie bei mondlosen, wolkenverhangen Himmel, sondern wie in einem geschlossenem Raum, wenn man das Licht gelöscht hat. …“

Pompeji erlag mehreren Tonnen Vulkangestein, die sich noch in 70km Ferne niederlegten. In Pompeji lag das bis zu 6Meter hoch.

Als der Vulkan ausbrach machte sich Panik breit und viele versuchten ihr Hab und Gut zu retten, was ihnen letztlich zum Verhängnis wurde. Viele starben in ihren Häusern die unter dem Steinregen zusammenbrachen. Die Leute suchten Zuflucht in ihren Häusern und in den Tempelanlagen. Die Menschen flohen in alle Richtungen, selbst übers Meer. Aufgrund des Wellenganges war aber auch dies leider oftmals nicht von Erfolg begleitet. Die Flüchtlinge wurden oftmals von der Lava eingeholt. Man versuchte bereits kurz nach der Katastrophe Überlebende und wichtige Gegenstände zu bergen. Aufgrund der Umstände mussten die Arbeiten aber sehr bald eingestellt werden.

2000 Jahre später, im 18. Jahrhundert nach Christus wurde Pompeji schließlich wiederentdeckt. Nun erforschen Archäologen die Stadt bzw. den Platz an dem sie einst stand. Man fand bereits unzählige Stellen an denen die Einwohner und ihre Tiere verstarben.

Aber nicht nur Pompeji fiel dem Vulkan zum Opfer, sondern auch die Städte Herculaneum und Stabiae.

Noch immer ist die Gegend um den Vesuv gefährlich.

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