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Romulus und Remus

Der Name der Hauptstadt des Römischen Reiches, Rom, leitet sich vom Namen ihres Gründers Romulus ab, der ein Abkömmling von Aeneas war.

Romulus und sein Zwillingsbruder Remus waren die Söhne der Rhea Silvia und des Kriegsgottes Mars. Die Zwillinge, welche man auf Befehl von König Amulius (dem Onkel Rhea Silvias) in den Tiber geworfen hatte, wurden an einem heiligen Feigenbaum ans Ufer gespült. Eine Wölfin nahm sich ihrer an – beschützte und säugte sie, bis die beiden von dem Schäfer Faustulus entdeckt wurden, der sie gemeinsam mit seiner Frau aufzog. Als die Brüder älter waren und über ihre Herkunft aufgeklärt wurden, schlossen sie sich einer räuberischen Bande an und töteten Amulius. Romulus und Remus machten ihrem Großvater Numitor den Thron von Alba Longa zum Geschenk und beschlossen, gemeinsam eine neue Stadt zu gründen. Das Auftauchen von sechs Geiern, die als glücksbringende Vögel galten, werteten die Brüder als Zeichen der Götter. Remus sah sechs Vögel über dem Hügel „Aventin“, während Romulus zwölf über dem Hügel „Palatin“ ausmachte, was sie als Zeichen für das zwölfhundertjährige Bestehen der Stadt deuteten. Daß die Götter Romulus offensichtlich bevorzugten, weckte den Neid seines Bruders, der sich fortan gegen ihn auflehnte. In der nachfolgenden Auseinandersetzung wurde Remus von seinem Bruder getötet. Romulus verlieh der Stadt seinen Namen, wurde ihr erster König und gründete ihre Haupteinrichtungen – den Senat, die Stände, die Heerestruppen etc. Um die Zahl der Einwohner Roms und damit die Macht der Stadt zu vergrößern, schuf Romulus einen Zufluchtsort für entlaufene freie Bürger und Sklaven, die daraufhin in großen Massen nach Rom strömten. Doch die Bewohner der angrenzenden Stämme verachteten den Pöbel und wollten Eheschließungen ihrer Töchter mit Römern unbedingt verhindern. Eines Tages lud Romulus das benachbarte Volk der Sabiner zu einem Fest nach Rom ein. Auf ein Signal hin überwältigten Romulus´ Gefolgsleute die sabinischen Jungfrauen und vor der Übermacht der Römer mußten die Sabiner – ohne ihre Töchter – aus der Stadt fliehen. Mit Liebe und Güte gewannen die Römer die Herzen der entführten Frauen, und Romulus heiratete die Sabinerin Hersylia.

Der Raub der Sabinerinnen war der Auslöser des Krieges zwischen den Römern und dem König der Sabiner Titus Tatius mitsamt seinen Verbündeten. Den Römern standen die benachbarten Etrusker unter der Anführung von Lucumon bei. Einige Zeit später kam es durch die Vermittlung von Hersylia und anderen sabinischen Frauen, die inzwischen Römer geheiratet hatten, zu einer friedlichen Union mit Titus Tatius. Romulus teilte sich die Macht mit dem König der Sabiner und ihre vereinigten Völker wurden „die Römische Nation der Quiriten“ genannt.
Nach dem Tod von Tatius regierte Romulus allein weiter, er führte triumphreiche Feldzüge gegen seine Nachbarn und überließ seinen Gefolgsleuten die eroberten Länder. Nach einer 38-jährigen
Regierungszeit war Romulus plötzlich verschwunden, und es wurde angenommen, daß er sich in den Gott Quirinus, den Patron Roms, verwandelt hatte.
Einschließlich Romulus herrschten in Rom insgesamt sieben Könige: Numa Pompilius, Tullus Hostilius, Ancus Marcius, Lucius Tarquinius, Servius Tullius und Lucius Tarquinius Superbus.

Romulus (753-715 v. Chr.);

Numa Pompilius (715-676 oder 672 v. Chr.), dem die Einführung vieler religiöser Bräuche zugeschrieben wurde;

Tullus Hostilius (673-641 v. Chr.), ein kriegerischer König, der Alba Longa zerstörte und gegen die Sabiner kämpfte;

Ancus Marcius (um 641 bis 616 v. Chr.), der den Hafen von Ostia gebaut haben soll;

Lucius Tarquinius Priscus (616-578 v. Chr.), der für seine militärischen Heldentaten gegen benachbarte Völker und für die Erbauung öffentlicher Gebäude in Rom gefeiert wurde;

Servius Tullius (578-534 v. Chr.), der die centuriae (Hundertschaften) und tribus (Geschlechterverbände) geschaffen haben soll, und

Lucius Tarquinius Superbus (534-510 v. Chr.), der siebte und letzte König, dessen tyrannische Herrschaft zerschlagen wurde. Tarquinius wurde verbannt; seine Versuche, von etruskischen oder latinischen Städten aus den Thron von Rom wieder zu erlangen, blieben erfolglos.

Mit Ausnahme von Lucius Tarquinius Superbus leistete jeder von ihnen einen Beitrag zur Entwicklung Roms als Staat und war an der Ausdehnung seiner Macht beteiligt. Der letzte König Lucius Tarquinius Superbus hatte sich unberechtigterweise des Throns bemächtigt, er herrschte tyrannisch und wurde schließlich aus Rom verbannt.
Im Anschluß an diese Verbannung faßten die Römer den Entschluß, keinen König mehr zu wählen – sie erklärten Rom zur Republik.

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