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Schottland – Land der Geister

Das schottische Hochland ist voll von Geschichten über Geister und übernatürliche Erscheinungen. In Anbetracht der vielen Schlösser in dieser Region – und der vielen blutigen Kämpfe, die sie in ihrer langen Geschichte gesehen haben müssen – überascht es nicht das viele mit schaurigen Geschichten in Verbindung gebarcht werden. So erzählt eine Geschichte von Schloss Duntrune in Argyll, dem im 17. Jahrhundert ein Angriff durch einen Clanführer mit Namen „Linkshändiger Coll“ bevorstand.

Vor dem Angriff sandte dieser einen Dudelsackpfeifer als Kundschafter aus. Der Mann wurde jedoch entdeckt und in einen Turm gesperrt. Dennoch gelang es ihm, durch sein Dudelsackspiel seine Freunde zu warnen, worauf ihm Campbell, der Herr auf Duntrune, beide Hände abhackte damit der Spieler niemals wieder einen Dudelsack halten oder spielen könne. In den letzten Jahren wurden hat man bei Instandsetzungsarbeiten tatsächlich Knochenreste die von menschlichen Händen stammen im Erdreich unter dem Küchenboden gefunden, und man erzählt sich das der Geist des Dudelsackpfeifers und seine Melodie noch immer im Turm zu hören sind.

Eine regelrecht furchtbare Geschichte erzählt man sich im nördlichen Teil Schottlands: Inmitten der Ruinen von Dunphail Castle wollen Besucher Kämpfe gehört und die geisterhaft leuchtenden, abgetrennten Köpfe verschiedener Männer gesehen haben. Wie man sich erzählt, waren diese Männer in einem früheren Jahrhundert während einer Belagerung vom Schloss geflüchtet und hatten den hungernden Mitgliedern ihres Clans Getreidesäcke über die Mauern geworfen. Doch wie das grausame Schicksal spielt wurden sie bei ihrer ehrenhaften tat gefangen genommen und hingerichtet. Ihre Köpfe soll man mit dem Ruf “ hier habt ihr Fleisch für euer Brot“ zu den Clanmitgliedern herüber geschleudert haben.

Der Schrecken von Glamis

Glamis Castle befindet sich im breiten Mündungsbecken des Tay, nördlich der schottischen Hafenstadt Dundee. Seit jahrhunderten ist diese mächtige Festung, die mit ihren malerischen Zinnen und Spitztürmen an ein Märchenschloss erinnert, der Stammsitz der Grafen von Strahmore. Das Familiengeheimnis verbirgt sich hinter den Mauern von Glamis, einem der berühmtesten Spukschlösser der Welt.

Keiner der letzten Schlossherren hat jemals zu einem außenstehenden davon gesprochen, und wenn dann nur in Rätseln, keine Frau ist je in das Geheimnis eingeweiht worden, denn weitergegeben wird es nur vom Vater an den erstgeborenen, sobald dieser das einundzwanzigste Lebensjahr erreicht. Die Berichte gehen bis in das jahr 1034 zurück, als der schottische König Malcom II. hier von einer Bande rebellierender Untertanen mit dem Claymore, dem schottischen Breitschwert erschlagen wurde. Dem Bericht zufolge drang jeder Blutstropfen des sterbenden Königs in den Fußboden ein, so daß sich ein Fleck bildete, der bis heute in einem Zimmer des Schlosses zu sehen ist. Ob der Fleck heute tatsächlich noch von diesem Königsmord stammt, ist zu bezweifeln, da der Fußboden von König Malcom´s Zimmer inzwischen erneuert wurde. Malcom´s Mörder gehören ebenfalls zu den Opfern von Glamis: Der zugefrorene See über den sie flüchteten brach ein und alle ertranken.

Die Familie Lyon erbte Glamis von König Robert II. der es seinem Schwiegersohn, Sir John Lyon im Jahre 1372 vermachte. Der alte familiensitz war Fort-eviot gewesen, wo ein großer Trinbecher aufbewahrt wurde, der seit Alters eng mit dem Schicksal der Familien verknüpft war. Die Überlieferung erzählt das ein schrecklicher Fluch die Familie treffen falls man das Glückspfand von seinem Ort entfernen würde – trtzdem nahm Sir John den Becher mit nach Glamis. Und der Fluch schien einzutreten: Sir John wurde – elf jahre später – in einem Zweikampf getötet. 150 Jahre später wurde Lady Janet Douglas, Herrin von Glamis von König James V. der Hexerei bezichtigt und auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Das Schloss ging nach ihren Tod in den Besitz der Krone über, doch als die Unschuld Lady Janet´s bewiesen werden konnte wurde Glamis Castle ihrem Sohn zurück gegeben. Das Gespenst der „grauhaarigen Lady“ wie sie teils liebevoll genannt wird, soll noch heute die langen Flure des Schlosses ruhelos durchwandern und Hausherren sowie Besucher erschrecken.

Quellhinweise: „Phänomene“ Karl Müller Verlag

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