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MONDPHASE
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Sintflut-Geschichten

Die sumerische Sintflut
Alle vernichtenden Winde (und) Stürme kamen,
Der Flutsturm überschwemmte die großen Städte.
Als der Flutsturm das Land 7 Tage und 7 Nächte überschwemmt
Und der zerstörende Orkan das Großschiff in den hohen Fluten umhergeschleudert hatte,
Brach die Sonne durch und beleuchtete Erde und Himmel.
Ziusudra öffnete eine Luke im Großschiff,
Und die Sonne drang mit ihren Strahlen in das Großschiff ein.
Da warf König Ziusudra sich vor Utu (der sumerische Sonnengott, Schammasch) nieder,
Und der König brachte eine große Zahl von Ochsen und Schafen als Schlachtopfer dar.

Das akkadische Atrachasis-Epos
Atrachasis tat seinen Mund auf
Und sprach zu seinem Herrn Enki:
Erkläre mir den Sinn des Traume).
Ich möchte wissen …, seinen Ausgang (Ende) erkennen!“
Enki tat seinen Mund auf
Und antwortete seinem Diener:
„Du sagst: Im Bettgemach will ich Auskunft suchen!
Achte auf die Botschaft, die ich dir kundtun will:
Wand, höre mich,
Rohrwand, achte auf all meine Worte!
(Enki spricht hier absichtlich zur Wand, da das Geheimnis der Götter keinem Menschen erzählt werden darf)

Reiß das Haus ab, bau ein Boot;
Mißachte die Habe – rette das Leben!
Das Boot, das du baust,
Soll … gleich sein ….

2 Verse, allerdings nicht vollständig

Laß es überdacht sein wie der Apsu!
Daß die Sonne nicht hineinscheine,
Laß es oben und unten überdacht sein,
Das Zubehör soll sehr fest sein,
Mach das Pech zäh und das Schiff damit stark.
Ich will demnächst herabsenden
Eine Menge Vögel und Fische im Überfluß!“
Er öffnete die Wasseruhr und füllte sie,
Das Kommen der Flut verkündigte er ihm für die siebente Nacht.

Atrachasis nahm die Weisung an,
Die Ältesten ließ er zu seinem Tor kommen.
Alsdann öffnete Atrachasis seinen Mund
Und sagte zu den Ältesten:
(eine Ausrede des Atrachasis, damit sich keiner mehr rechtzeitig retten konnte, außer ihm)
„Mit euerm Gott ist mein Gott nicht mehr einig,
Enki und Enlil haben sich miteinander verfeindet.
Sie haben mich aus meinem Hause gewiesen.
Da ich Enki verehre,
Sagte er mir das.
So kann ich nicht mehr in … leben,
Auf den Boden Enlils kann ich nicht bleiben!“

Während er Atrachasis seine Familie an Bord schickte,
Aßen sie und tranken,
Er aber ging ein und aus, konnte weder sitzen noch hocken,
Denn sein Herz war zerschlagen und er erbrach Galle.
Das Aussehen des Wetters verwandelte sich,
Adad brüllte in den Wolken.
Sobald er Adads Stimme vernahm,
Brachte man ihm Lehm zum Verschließen seiner Tür.
Als er seine Tür verschlossen hatte,
Brüllte Adad wiederum in den Wolken.
Als der Sturm zu wüten begann,
Riß er die Trosse heraus und ließ das Boot treiben…

Für sieben Tage und sieben Nächte
Kam die Flut, der Sturm …

11. Tafel des Gilgamesch-Epos
wahrscheinlich vom Atrachasis-Epos kopiert und lt. Signatur ergänzt von Schreiber Sin-leqe-uninni

Utnapischtim sprach zu ihm, zu Gilgamesch:
„Ein Verborgenes, Gilgamesch, will ich dir eröffnen,
Und der Götter Geheimnis will ich dir sagen.
Schuruppak eine Stadt, die du kennst,
Die am Ufer des Euphrat liegt,
Diese Stadt war schon alt, und die Götter waren ihr nah.
Eine Sintflut zu machen, entbrannte das Herz den großen Göttern.

Den Eid leistete ihr Vater Anu,
Enlil, der Held, der sie berät,
Ihr Minister Ninurta ihr Deichgraf Ennugi
Ninschiku-Ea hatte mit ihnen geschworen;
ihre Rede jedoch gab er einem Rohrhaus wieder:

„Rohrhaus, Rohrhaus! Wand, Wand!
Rohrhaus, höre, Wand, begreife!
Mann von Schuruppak, Sohn Ubara-Tutus (der König von Schuruppak)!
Reiß ab das Haus, erbau ein Schiff,
Laß fahren Reichtum, dem Leben jag nach!
Besitz gib auf, dafür erhalt das Leben!
Heb hinein allerlei beseelten Samen ins Schiff!
Das Schiff, welches du erbauen sollst
Dessen Maße sollen abgemessen sein,
Gleichgemessen seien ihm Breite und Länge;
Du sollst es wie das Apsu bedachen.

Da ich´s verstanden, sprach ich zu Ea, meinem Herrn:
„Das Geheiß, Herr, das du mir gegeben,
ich achtete wohl darauf und werde danach tun.
Wie antwort ich aber der Stadt, der Bürgerschaft und den Ältesten?“
Ea tat zum Reden den Mund auf
Und sprach zu mir, seinem Knecht:
„Du Mann, zu ihnen sollst also du reden:
Mir scheint, daß Enlil nichts mehr von mir wissen will;
Da darf ich in eurer Stadt nicht mehr wohnen,
Darf auf Enlils Boden meine Füße nimmer setzen.
So will ich steigen hinab zum Apsu.
Dann wohn ich bei meinem Herren Ea.
Auf euch aber läßt er dann Überfluß regnen,
Ertrag der Vögel, auch Verborgenes, der Fische!
Schenken wird er euch Reichtum und Ernte.
Am Morgen wird er Küchlein,
Am Abend auf euch einen Weizenregen niedergehen lassen!“

Kaum daß ein Schimmer des Morgens graute,
Versammelt´ zu mir sich das Land.
Der Zimmermann brachte die Holzpfosten,
Der Bootsbauer brachte die Klammern.
… die Männer …
… das Geheimnis.
Das Kind trug herzu das Erdpech,
Der Arme … brachte den Bedarf heran.

Am fünften Tage entwarf ich des Schiffes Außenbau;
Ein „Feld“ groß war seine Bodenfläche,
je zehnmal zwölf Ellen hoch seine Wände,
Zehnmal zwölf Ellen ins Geviert der Rand seiner Decke.
Ich entwarf seinen Aufriß und stellte es dar:
Sechs Böden zog ich ihm ein,
In sieben Geschosse teilt´ ich es ein.
Seinen Grundriß teilte ich neunfach ein.
Wasserpflöcke schlug ich ihm ein in der Mitte.
Für Schiffsstangen sorgt´ ich, legte nieder den Bedarf:
Sechs Saren Erdpech goß für den Ofen ich dar,
Drei Saren Pech tat ich hinein;
Drei Saren Korbträgersleute waren es, die das Öl trugen:
Außer einem Sar Öl, das das Backmehl verbrauchte,
Zwei Saren Öl, die der Schiffer speicherte.

Rinder schlachtete ich für den Proviant,
Schafe tötete ich Tag für Tag;
Most, Feinbier, Öl und Wein,
Dazu Suppen tranken sie (die Arbeiter), als ob´s Flußwasser wäre,
Daß sie ein Fest begingen als wie am Neujahrstag!
Bei Sonnenaufgang legte ich Hand an, das Letzte zu tun;
Das Schiff war fertig am siebenten Tag bei Sonnenuntergang.
Schwierig waren …
Immer neue Stützhölzer brachten sie „oben und unten“,
Bis das Schiff zu zwei Dritteln im Wasser schwamm.

Fragmente des Gilgamesch-Epos
Was immer ich hatte, lud ich darein:
Was immer ich hatte, lud ich darein an Silber,
Was immer ich hatte, lud ich darein an Gold,
Was immer ich hatte, lud ich darein an allerlei Lebenssamen:
Steigen ließ ich ins Schiff meine ganze Familie und die Hausgenossen,
Wild des Feldes, Getier des Feldes,
Alle die Meistersöhne hab ich hineinsteigen lassen.

Den Zeitpunkt hatte Schamasch mir so angesetzt:
„Am Morgen werde ich Küchlein, am Abend einen
Weizenregen niedergehen lassen.
Dann tritt hinein ins Schiff und verschließ dein Tor!“

Der Zeitpunkt kam herbei:
Am Morgen gingen Küchlein nieder, am Abend ein Weizenregen.
Des Wetters Aussehn betrachtete ich
Das Wetter war fürchterlich anzusehn.
Ich trat hinein ins Schiff und verschloß mein Tor.
Dem Schiffer Pusur-Amurri, dem Verpicher des Schiffes,
übergab den Palast ich samt seiner Habe.

Kaum daß ein Schimmer des Morgens graute,
Stieg schon auf von der Himmelsgründung schwarzes Gewölk.
In ihm drin donnert Adad (Wettergott),
Vor ihm her ziehen Schullat und Chanisch (Götterherolde).
Über Berg und Land als Herolde ziehen sie.

Eragal (Unterweltsgott) reißt den Schiffspfahl heraus,
Ninurta geht, läßt das Wasserbecken ausströmen,
Die Anunnaki hoben Fackeln empor,
Mit ihrem grausen Glanz das Land zu entflammen.
Die Himmel überfiel wegen Adad Beklommenheit,
jegliches Helle in Düster verwandelnd;
Das Land, das weite, zerbrach wie ein Topf.
Einen Tag lang wehte der Südsturm…,
Eilte dreinzublasen, die Berge ins Wasser zu tauchen,
Wie ein Kampf zu überkommen die Menschen.
Nicht sieht einer den andern,
Nicht erkennbar sind die Menschen im Regen.

Vor dieser Sintflut erschraken die Götter,
Sie entwichen hinauf zum Himmel des Anu
Die Götter kauern wie Hunde, sie lagern draußen!
Es schreit Ischtar wie eine Gebärende,
Es jammert die Herrin der Götter, die schönstimmige:
„Wäre doch jener Tag zu Lehm geworden,
Da ich in der Schar der Götter Schlimmes geboten!
Wie konnte in der Schar der Götter ich Schlimmes gebieten,
Den Kampf zur Vernichtung meiner Menschen gebieten!
Erst gebäre ich meine lieben Menschen,
Dann erfüllen sie wie Fischbrut das Meer!,
Die Anunnaki-Götter klagen mit ihr,
Die Götter … sitzen da und weinen;
Die verdorrten Lippen nehmen … Speisen.

Sechs Tage und sieben Nächte
Geht weiter der Wind, die Sintflut, ebnet der Orkan das Land ein.
Wie nun der siebente Tag herbeikam,
Schlug plötzlich nieder der Orkan die Sintflut, den Kampf,
Nachdem wie eine Gebärende sie um sich geschlagen.
Ruhig und still ward das Meer,
Der böse Sturm war aus und die Sintflut.

Ausschau hielt ich einen Tag lang, da war Schweigen ringsum,
Und das Menschengeschlecht war ganz zu Erde geworden!
Gleichmäßig war wie ein Dach die Aue.
Da tat ich eine Luke auf, Sonnenglut fiel aufs Antlitz mir;
Da kniete ich nieder, am Boden weinend,
Über mein Antlitz flossen die Tränen.
Nach Ufern hielt ich Ausschau in des Meeres Bereich:
Auf zwölfmal zwölf Ellen stieg auf eine Insel,
Zum Berg Nißir trieb heran das Schiff.
Der Berg Nißir erfaßte das Schiff und ließ es nicht wanken;
Einen Tag, einen zweiten Tag erfaßte der Berg Nißir das
Schiff und ließ es nicht wanken;
Einen dritten Tag, einen vierten Tag erfaßte der Berg
Nißir das Schiff und ließ es nicht wanken;
Einen fünften und sechsten erfaßte der Berg Nißir das
Schiff und ließ es nicht wanken.

Wie nun der siebente Tag herbeikam,
Ließ ich eine Taube hinaus;
Die Taube machte sich fort und kam wieder:
Kein Ruheplatz fiel ihr ins Auge, da kehrte sie um.
Eine Schwalbe ließ ich hinaus;
Die Schwalbe machte sich fort und kam wieder:
Kein Ruheplatz fiel ihr ins Auge, da kehrte sie um.
Einen Raben ließ ich hinaus;
Auch der Rabe machte sich fort; da er sah, wie das Wasser sich verlief,
Fraß er, scharrte, hob den Schwanz – und kehrte nicht um.

Da ließ ich hinausgehn (die Insassen des Schiffs) nach den vier Winden; ich brachte ein Opfer dar,
Ein Schüttopfer spendete ich auf dem Gipfel des Berges:
Sieben und abermals sieben Räuchergefäße stellte ich hin,
In ihre Schalen schüttete ich Süßrohr, Zedernholz und Myrte.
Die Götter rochen den Duft,
Die Götter rochen den wohlgefälligen Duft,
Die Götter scharten wie Fliegen sich um den Opferer.

Sobald wie die Mach (die Götterherrin) herzugekommen,
Hob sie die großen Fliegengeschmeide empor,
Die Anu ihr zum Vergnügen gemacht:
„Ihr Götter hier, so wahr des Lasuramuletts
An meinem Halse ich nicht vergesse.
Will ich die Tage hier, fürwahr, mir merken,
Daß ewig ihrer ich nicht vergesse!
Die Götter mögen nur kommen zum Schüttopfer!
Doch Enlil soll nicht kommen zum Schüttopfer,
Weil er unüberlegt die Sintflut machte
Und meine Menschen dem Verderben anheimgab!,

Sobald wie Enlil herzugekommen,
Sah das Schiff und ergrimmte Enlil,
Voller Zorn ward er über die Igigi-Götter:
„Eine Seele wäre entronnen?
Überleben sollt´ niemand das Verderben!“
Ninurta tat zum Reden den Mund auf
Und sprach zu Enlil, dem Helden:
„Wer bringt denn etwas hervor außer Ea?
Auch kennt ja Ea jedwede Verrichtung!“

Ea tat zum Reden den Mund auf
Und sprach zu Enlil, dem Helden:
„0 Held, du Klügster unter den Göttem!
Ach, wie machtest unüberlegt du die Sintflut?!
Seine Sünde leg auf dem Sünder!
Seinen Frevel leg auf dem Frevler!
Lockere, daß nicht ganz abgeschnitten werde;
Ziehe hin, daß nicht getötet werde!
Statt daß eine Sintflut du machst,
Mag ein Löwe aufstehen, die Menschen zu mindern!
Statt daß eine Sintflut du machst,
Mag ein Wolf aufstehen, die Menschen zu mindern!
Statt daß eine Sintflut du machst,
Mag eine Hungersnot gesandt werden, das Land zu fällen!
Statt daß eine Sintflut du machst,
Mag Era (Pestgott) aufstehen, die Menschen zu erwürgen!
Nicht aber enthüllt´ ich der großen Götter Geheimnis!
Den Hochgescheiten ließ ich schaun einen Traum!
So vernahm er der Götter Geheimnis;
Schaffet nun für ihn Rat!“

Da hat Enlil das Schiff bestiegen,
Meine Hand gefaßt, mich einsteigen lassen,
Lassen einsteigen, knien mein Weib neben mir,
Hat berührt unsre Stirn, zwischen uns stehend, uns segnend:
„Ein Menschenkind war zuvor Utnapischtim;
Uns Göttern gleiche fortan Utnapischtim und sein Weib!
Wohnen soll Utnapischtim fern an der Ströme Mündung!“
Da nahmen sie mich und ließen mich fern an der Ströme Mündung wohnen.

Die biblische Sintflut
5 Und Jahwe sah, daß des Menschen Bosheit groß war auf Erden und alles Gebilde der Gedanken seines Herzens nur böse den ganzen Tag.
6 Und es reute Jahwe, daß er den Menschen gemacht hatte auf der Erde, und es schmerzte ihn in sein Herz hinein.
7 Und Jahwe sprach: Ich will den Menschen, den ich geschaffen habe, von der Fläche des Erdbodens vertilgen, vom Menschen bis zum Vieh, bis zum Gewürm und bis zum Gevögel des Himmels; denn es reut mich, daß ich sie gemacht habe.
8 Noah aber fand Gnade in den Augen Jahwes.
9 Dies ist die Geschichte Noahs: Noah war ein gerechter, vollkommener (O. untadeliger, redlicher) Mann unter seinen Zeitgenossen; Noah wandelte mit Gott.
10 Und Noah zeugte drei Söhne: Sem, Ham und Japhet.
11 Und die Erde war verderbt vor Gott, und die Erde war voll Gewalttat.
12 Und Gott sah die Erde, und siehe, sie war verderbt; denn alles Fleisch hatte seinen Weg verderbt auf Erden.
13 Und Gott sprach zu Noah: Das Ende alles Fleisches ist vor mich gekommen; denn die Erde ist voll Gewalttat durch sie; und siehe, ich will sie verderben mit der Erde.
14 Mache dir eine Arche von Gopherholz; mit Kammern sollst du die Arche machen und sie von innen und von außen mit Harz verpichen. (Eig. überziehen)
15 Und also sollst du sie machen: Dreihundert Ellen sei die Länge der Arche, fünfzig Ellen ihre Breite und dreißig Ellen ihre Höhe.
16 Eine Lichtöffnung (Eig. ein Licht) sollst du der Arche machen, und bis zu einer Elle (d.i. eine Elle hoch) sollst du sie fertigen (Eig. völlig durchführen, d.h. wahrscheinlich rundum anbringen) von oben her; und die Tür der Arche sollst du in ihre Seite setzen; m
17 Denn ich, siehe, ich bringe die Wasserflut über die Erde, um alles Fleisch unter dem Himmel zu verderben, in welchem ein Hauch des Lebens ist; alles, was auf der Erde ist, soll verscheiden.
18 Aber mit dir will ich meinen Bund errichten, und du sollst in die Arche gehen, du und deine Söhne und dein Weib und die Weiber deiner Söhne mit dir.
19 Und von allem Lebendigen, von allem Fleische, zwei von jeglichem sollst du in die Arche bringen, um sie mit dir am Leben zu erhalten; ein Männliches und ein Weibliches sollen sie sein.
20 Von dem Gevögel nach seiner Art und von dem Vieh nach seiner Art, von allem Gewürm des Erdbodens nach seiner Art: zwei von jeglichem sollen zu dir hineingehen, um sie am Leben zu erhalten.
21 Und du, nimm dir von aller Speise, die gegessen wird und sammle sie bei dir auf, daß sie dir und ihnen zur Nahrung sei.
22 Und Noah tat es; nach allem, was Gott ihm geboten hatte, also tat er.
1 Mos. 7

1 Und Jahwe sprach zu Noah: Gehe in die Arche, du und dein ganzes Haus; denn dich habe ich gerecht vor mir erfunden in diesem Geschlecht.
2 Von allem reinen Vieh sollst du sieben und sieben zu dir nehmen, ein Männchen und sein Weibchen; und von dem Vieh, das nicht rein ist, zwei, ein Männchen und sein Weibchen;
3 auch von dem Gevögel des Himmels sieben und sieben, ein Männliches und ein Weibliches: um Samen am Leben zu erhalten auf der Fläche der ganzen Erde.
4 Denn in noch sieben Tagen, so lasse ich auf die Erde regnen vierzig Tage und vierzig Nächte und werde vertilgen von der Fläche des Erdbodens alles Bestehende, das ich gemacht habe. –
5 Und Noah tat nach allem, was Jahwe ihm geboten hatte.
6 Und Noah war 600 Jahre alt, als die Flut kam, Wasser über die Erde.
7 Und Noah und seine Söhne und sein Weib und die Weiber seiner Söhne mit ihm gingen in die Arche vor den Wassern der Flut.
8 Von dem reinen Vieh und von dem Vieh, das nicht rein ist, und von dem Gevögel und von allem, was sich auf dem Erdboden regt,
9 kamen zwei und zwei (d.h. paarweise) zu Noah in die Arche, ein Männliches und ein Weibliches, wie Gott dem Noah geboten hatte.
10 Und es geschah nach sieben Tagen, da kamen die Wasser der Flut über die Erde.
11 Im 600. Jahre des Lebens Noahs, im zweiten Monat, am siebzehnten Tage des Monats, an diesem Tage brachen auf alle Quellen der großen Tiefe, und die Fenster des Himmels taten sich auf.
12 Und der Regen fiel auf die Erde vierzig Tage und vierzig Nächte.
13 An ebendemselben Tage gingen Noah und Sem und Ham und Japhet, die Söhne Noahs, und das Weib Noahs und die drei Weiber seiner Söhne mit ihnen in die Arche:
14 sie und alles Getier nach seiner Art und alles Vieh nach seiner Art und alles Gewürm, das sich auf der Erde regt, nach seiner Art und alles Gevögel nach seiner Art, jeder Vogel von allerlei Gefieder.
15 Und sie gingen zu Noah in die Arche, je zwei und zwei von allem Fleische, in welchem ein Hauch des Lebens war.
16 Und die hineingingen, waren (Eig. gingen hinein) ein Männliches und ein Weibliches von allem Fleische, wie Gott ihm geboten hatte. Und Jahwe schloß hinter ihm zu.
17 Und die Flut kam vierzig Tage lang über die Erde. Und die Wasser mehrten sich und hoben die Arche empor; und sie erhob sich über die Erde.
18 Und die Wasser nahmen überhand und mehrten sich sehr auf der Erde; und die Arche fuhr auf der Fläche der Wasser.
19 Und die Wasser nahmen gar sehr überhand auf der Erde, und es wurden bedeckt alle hohen Berge, die unter dem ganzen Himmel sind.
20 Fünfzehn Ellen darüber nahmen die Wasser überhand, und die Berge wurden bedeckt.
21 Da verschied alles Fleisch, das sich auf der Erde regte, an Gevögel und an Vieh und an Getier und an allem Gewimmel, das auf der Erde wimmelte, und alle Menschen;
22 alles starb, in dessen Nase ein Odem des Lebenshauches war, von allem, was auf dem Trockenen war.
23 Und vertilgt wurde (nach and. Lesart: Und er vertilgte) alles Bestehende, das auf der Fläche des Erdbodens war, vom Menschen bis zum Vieh, bis zum Gewürm und bis zum Gevögel des Himmels; und sie wurden vertilgt von der Erde. Und nur Noah blieb übrig und was mit ihm in der
24 Und die Wasser hatten überhand auf der Erde 150 Tage.

1 Mos. 8
1 Und Gott gedachte des Noah und alles Getieres und alles Viehes, das mit ihm in der Arche war; und Gott ließ einen Wind über die Erde fahren, und die Wasser sanken.
2 Und es wurden verschlossen die Quellen der Tiefe und die Fenster des Himmels, und dem Regen vom Himmel ward gewehrt.
3 Und die Wasser wichen von der Erde, fort und fort weichend; und die Wasser nahmen ab nach Verlauf von 150 Tagen.
4 Und im siebten Monat, am siebzehnten Tage des Monats, ruhte die Arche auf dem Gebirge Ararat.
5 Und die Wasser nahmen fort und fort ab bis zum zehnten Monat; im zehnten Monat, am Ersten des Monats, wurden die Spitzen der Berge sichtbar.
6 Und es geschah nach Verlauf von vierzig Tagen, da öffnete Noah das Fenster der Arche, das er gemacht hatte, und ließ den Raben aus;
7 und der flog hin und wieder, bis die Wasser von der Erde vertrocknet waren.
8 Und er ließ die Taube von sich aus, um zu sehen, ob die Wasser sich verlaufen hätten von der Fläche des Erdbodens;
9 aber die Taube fand keinen Ruheplatz für ihren Fuß (W. für die Sohle ihres Fußes) und kehrte zu ihm in die Arche zurück; denn die Wasser waren noch auf der Fläche der ganzen Erde; und er streckte seine Hand aus und nahm sie und brachte sie zu sich in die Arche.
10 Und er wartete noch sieben andere Tage und ließ die Taube abermals aus der Arche;
11 und die Taube kam zu ihm um die Abendzeit, und siehe, ein abgerissenes Olivenblatt war in ihrem Schnabel. Und Noah erkannte, daß die Wasser sich verlaufen hatten von der Erde.
12 Und er wartete noch sieben andere Tage und ließ die Taube aus; und sie kehrte hinfort nicht wieder zu ihm zurück.
13 Und es geschah im 601. Jahre, im ersten Monat, am Ersten des Monats, da waren die Wasser von der Erde vertrocknet. Und Noah tat die Decke von der Arche und sah: und siehe, die Fläche des Erdbodens war getrocknet.
14 Und im zweiten Monat, am 27. Tage des Monats, war die Erde trocken.
15 Und Gott redete zu Noah und sprach:
16 Gehe aus der Arche, du und dein Weib und deine Söhne und die Weiber deiner Söhne mit dir.
17 Alles Getier, das bei dir ist, von allem Fleische, an Gevögel und an Vieh und an allem Gewürm, das sich auf der Erde regt, laß mit dir hinausgehen, daß sie wimmeln auf Erden und fruchtbar seien und sich mehren auf Erden.
18 Und Noah ging hinaus und seine Söhne und sein Weib und die Weiber seiner Söhne mit ihm.
19 Alles Getier, alles Gewürm und alles Gevögel, alles was sich auf der Erde regt, nach ihren Arten, gingen aus der Arche.
20 Und Noah baute Jahwe einen Altar; und er nahm von allem reinen Vieh und von allem reinen Gevögel und opferte Brandopfer auf dem Altar.
21 Und Jahwe roch den lieblichen Geruch, (Eig. den Geruch (Duft) der Beruhigung) und Jahwe sprach in seinem Herzen: Nicht mehr will ich hinfort den Erdboden verfluchen um des Menschen willen; denn das Dichten (Eig. das Gebilde; wie Kap. 6,5) des menschlichen Herzens ist böse von seiner Jugend auf.
22 Forthin, alle Tage der Erde, sollen nicht aufhören Saat und Ernte, und Frost und Hitze, und Sommer und Winter, und Tag und Nacht.

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