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Mondphase
MONDPHASE
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"Das Schöne an dem Chan hier is: Das man auch mal Gehirnstuhl haben kann ohne gleich belächelt zu werden :D" (DrPeppiX)
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Vampire

Prä- und postnatale Umstände:
– Mutter wird während der Schwangerschaft von einem Vampir fixiert.
– Mutter nimmt während der Schwangerschaft nicht genügend Salz zu sich.
– Empfängnis erfolgt an gewissen Feiertagen.
– Geburt erfolgt bei Neumond oder an gewissen Feiertagen.
– Kind wird mit Eihaut, Zähnen, langen Haaren, einem Geburtsmal oder 2 Herzen geboren.
– Kind wird als siebenter Sohn, eines siebenten Sohnes geboren.
– Kind wird nicht getauft.
– Kind wird zu früh entwöhnt.
– Kind wird nach erfolgter Entwöhnung nochmals gestillt.

Verhalten zu Lebzeiten:
– Verwandlung in einem Werwolf, der nach dem Tode automatisch zu einem Vampir wird.
– Sündhafter Lebenswandel (Gottlosigkeit, Mord, Blutschande, Grausamkeit, Habsucht, Versetzen von Marksteinen).
– Praktizieren von Hexerei und schwarzer Magie.
– Verzehr des Fleisches eines von Wölfen gerissenes Schafes..

Todesart und postmortale Umstände:
– Tod durch Vampirbiss
– Gewaltsamer Tod (z.B. ungerächten Mord, Unfall, Ertrinken)
– Vorzeitiger Tod (z.B. während der Verlobung, während der Schwangerschaft, im Kindbett)
– Selbstmord
– Unterlassung der Bestattung oder der üblichen Bestattungsrituale
– Ein Tier springt über dem Leichnam
– Ein Bruder des Verstorbenen ist Schlafwandler

Ursprung
Vampir2Laut einigen Vampirologen hat Ägypten, das Land am Nil nicht nur eine der ersten Hochkulturen, sondern auch den Vampir hervorgebracht. Hier entwickelten sich schon früh komplexe und durchaus positive Vorstellungen von Tod und Jenseits. Der Unsterblichkeitsglaube bewahrte die alten Ägypter vor den Ängsten, die in anderen Kulturen mit dem Tod verbunden sind. Verdienstvolle Verstorbene, zumal Pharaonen und ihre Gemahlinnen, erhielten prächtige Grabstätten und wurden oft nach dem Beherrscher des Totenreiches „geliebter Osiris“ genannt.

Vermutlich sah man später in diesem Totenkult Hinweise auf eine Art „Vampirismus“. Dazu mag der Begriff ka beigetragen haben. Darunter versteht man das unkörperliche Element des Menschen, Spender der Lebenskraft, das ihn durchs Leben geleitet, im Grab bei ihm bleibt und sein ba (Seele) in die Ewigkeit führt. Speise- und Trankopfer sollen verhindern, dass der ka zwecks Nahrungssuche das Grab verlässt und dann womöglich nicht wieder zurückfindet. Der Begriff „sterben“ wurde mit dem Ausdruck „zu seinem ka gehen“ umschrieben. Was die alten Ägypter fürchteten, war das Vergessen: Durch Einbalsamierung, Opfergaben, Gebete, Gesänge und Anrufung des Verstorbenen ermöglichte man ihnen das Weiterleben im Jenseits; unwiderruflich „tot“ war ein Mensch erst dann, wenn man seiner nicht mehr gedachte. Auch im heutigen Ägypten pflegt man seine verstorbenen Angehörigen regelmäßig auf dem Friedhof zu besuchen und sie über Wohl und Wehe der Familie auf dem laufenden zu halten. Nach dem Untergang des neuen Reiches um 1100 v.Chr. kam Ägypten unter Fremdherrschaft. Libyer, Äthiopier, Assyrer, Perser beeinflussten die alte Kultur ebenso wie die makedonisch-griechische Dynastie der Ptolemäer und die Römer.

Vampir3Was die meisten Vampire können:
– Sie können durch Blutsaugen andere Vampire erschaffen.
– Sie können ihre Gestalt beliebig verändern. Zu den bevorzugten Gestalten gehören: Fledermäuse, Katzen, Hunde, Wölfe, Ratten, Mäuse, Vögel, Schmetterlingen, Heuschrecken oder Flöhe.
– Je nach Typ kann ein Vampir von Natur aus fliegen oder muss seine Gestalt dafür ändern.
– Sie können sich in Nebel oder Dunst auflösen, was es ihnen ermöglicht, schwer zugängliche Orte zu erreichen.
– Sie haben überdurchschnittliche Kräfte, ungefähr von mehreren Männern. Je älter sie werden, desto mehr Kräfte haben sie.
– Sie erklimmen Wände so schnell und gewandt wie Spinnen.
– Er hypnotisiert seine Opfer, indem er seine Opfer durch seinen eindringlichen Blick, praktisch jedes Opfer schwach und gefügig macht.
– Sie besitzen die Fähigkeit über die Elemente zu herrschen. Das erstreckt sich auf Wind, Regen, Blitz, Donner, und anderen Naturerscheinungen aber nicht auf Wasser und Feuer.
– Sie beherrschen die Tiere, meistens die, in die sie sich verwandeln können.

Was nur wenige Vampirtypen können:
– Viehseuchen und Missernten verursachen
– Epidemien erzeugen. Vampire mit diesen Fähigkeiten, gelten als die gefährlichsten ihrer Zunft, da sie aufgrund ihrer immensen Kräfte, ganze Völker vernichten können.
– Einige südslawische Vampirtypen können mit sterblichen Frauen Kinder zeugen. Die daraus resultierenden Kinder sind meistens männlich und werden Dhampire genannt.
– Die rumänischen nosferat und einige weibliche Vampirtypen können Impotenz verursachen.
– Menschliche Organe, bevorzugt Herz und Leber, stehlen.
– Lebenskraft und geistige Energien entziehen. Das tritt nur beim psychischem Vampirismus auf.

VERNICHTUNG & VORBEUGUNG

Vampir4Vor der Bestattung:
– Alle üblichen Trauerrituale.
– Keine Tiere in der Nähe des Leichnams.
– Tote Katze oder Hund auf der Türschwelle legen.
– Leichnam nicht im Mondlicht liegen lassen.
– Keinen Schatten auf dem Leichnam hinterlassen.
– Spiegel umdrehen oder zudecken; Wasserbecken und –Eimer zudecken.
– Dem Leichnam Knoblauchzehen, Dornen, Glasperlen, Steinchen, Wolle, eine Münze, oder eine Zitrone in dem Mund legen.
– Dem Leichnam Weihrauchkörner in Augen, Ohren und Nase legen.
– Dem Leichnam ein Gebetbuch, ein Kreuz oder einen Ziegelstein unter das Kinn legen.
– Augen und Mund des Leichnams sollen verschlossen sein, die Kleidung darf den Mund nicht berühren.
– An Händen und/oder Füssen fesseln, in ein Netz wickeln.
– Nägel, Nadel oder Dornen am Kopf stecken, dazu ein Pflock ins Herz.
– Köpfen, und sein Kopf zwischen den Beinen.

Bei der Bestattung:
– Den Leichnam kremieren.
– An einer Wegkreuzung begraben.
– In Bauchlage begraben.
– Pflöcke oder Dolche in den Grabhügel rammen.
– Kleine Kügelchen oder Samen rund um das Grab legen, als „Beschäftigungstherapie“ für den Vampir.

Gängige Methoden:
– Pfählen, Enthaupten, Verbrennen, besonders in der Kombination sehr wirksam. Dabei muss(!!!) man darauf achten, nicht mit dem Vampirblut in Kontakt zu treten.
– Durchbohren mit möglichst geweihten Dolchen oder Schwertern.
– Sonnenlichteinstrahlung. Wirkt meist nur bei jüngeren Vampiren.
– Ertränken, wenn möglich bei offener See
– Vampirgrab mit geweihten Wasser, Öl, Wein oder Essig durchtränken, wofür aber sehr große Mengen erforderlich sind.
– Berührung mit dem Kruzifix. Tötet jüngere Vampire, ansonsten ergreifen sie die Flucht.
– Herausschneiden des Herzens, was aber eine umständliche und blutige Operation ist.

Spezifische Methoden:
– Den linken Strumpf des Vampirs mit Steinen oder Erde von seinem Grab füllen und außerhalb des Gebietes in fließendes Wasser werfen.
– Bann- oder Zauberformeln nur durch erfahrene Exorzisten bzw. Magier rezitieren lassen.
– Vampir in die Flasche locken, was aber nur die bulgarischen und malaysischen Spezialisten durchführen.
– Durch einen Schamanen, Derwisch, ein Samstagskind oder einem Vampir mit einer sterblich Gezeugten, verbannen lassen, wobei beachtet werden muss, das die letztere Genannte aufgrund ihrer vampirischen Abstammung oft unzuverlässig sind.
– Mit Hilfe von Tieren beseitigen. Hier werden schwarze Hund oder weiße Wölfe besonders empfohlen.
– Das herausgeschnittene Vampirherz in siedenden Öl, Wein oder Essig kochen.

Andere Schutzmaßnahmen:

– Knoblauch: Preisgünstiges Abwehrmittel in Form von Girlanden an Türen und Fenster hängen, Knoblauchzehen um den Hals tragen oder Knoblauchsaft in den Achselhöhlen und Kopfhaut einreiben.
– Stechpalme: Die Zweige in Wohnhaus und Stall an den Wänden befestigen.
– Fischernetze: Zum Schutz hängt man sie vor Fenster und Türen oder man legt sie zu dem Verstorbenen mit ins Grab. So sind die Vampire damit beschäftigt, den Knoten zu öffnen und können deshalb keinen Schaden anrichten.
– Samenkörner: Das selbe Prinzip wie die Fischernetze. Solange sie mit dem Auflesen beschäftigt sind, richten sie keinen Schaden an.
– Weihwasser: Zur Vermeidung ins Grab gießen und Türen einschließlich Schwelle und Fenster besprengen. Zur Verteidigung Weihwasser in einem Fläschchen füllen und dem Vampir entgegenschleudern.
– Wacholder: Der Rauch von Wacholdern wirkt antidämonisch. Ebenfalls kann man auch die W. –Beeren essen und W. –Zweige zum Schutz verwenden.
– Glockengeläut: Vertreibt plagende Untote aller Art.
– Kerzenlicht: Sollte möglichst geweiht sein.
– Weihrauch: Potentes Abwehrmittel gegen alle Wesen aus der Unterwelt, aber nicht für jeden verfügbar.
– Teer: Kreuze auf alle Türen malen.

WAHRHEIT & MYTHOS
Vampir5Was hat Bram Stokers Dracula eigentlich mit dem Vampir des Volksglaubens gemein? Dieser und anderen Fragen geht der Bonner Historiker und Balkanologe Dr. Peter Mario Kreuter in seiner Dissertation „Der Vampirglaube in Südosteuropa“ auf den Grund. Sein Fazit: Viele aus Film und Fernsehen bekannte Klischees haben mit dem Ursprung des Vampirglaubens nichts gemein.
Vor dem kalten und fahlen Licht des Mondes zeichnet sich das auf einer Felsenklippe errichtete alte Schloss in scharfen Umrissen ab. Nur das Heulen der Wölfe zerschneidet die Stille der Nacht. Eine Fledermaus flattert aus einem Fenster des Schlosses und verwandelt sich in eine der gefürchtetsten Gestalten, die man sich vorstellen kann: einen Vampir. Er hüllt sein vor Angst gelähmtes Opfer in seinen Umhang und entzieht ihm mit einem Biss in den Hals sein Lebenselixier. Leider muss Balkanologe Dr. Peter Mario Kreuter diese Vorstellungen enttäuschen: „Der Vampir, den der Kinogänger zu sehen bekommt, reduziert sich nur auf wenige Klischees und hat mit dem Vampir des Volksglaubens nicht viel zu tun. Vieles wurde dem Vampir erst später angedichtet“. So wird zum Beispiel vom Markenzeichen des Vampirs – der Biss in den Hals – in keiner historischen oder volkskundlichen Quelle berichtet. Vielmehr schien er seinen Opfern das Blut auf magische Weise aus der Distanz zu entziehen. Statt dessen wird dem Vampir im Volksglauben eine besondere Gabe zur Verwandlung nachgesagt: Neben der Gestalt bestimmter Tiere könne der Vampir auch die Form verschiedener Gegenstände annehmen, so der Balkanologe.
Vampir1Einen besonderen Schwerpunkt legt Kreuter in seiner Arbeit auf die Beantwortung der Frage, warum der Vampirglaube in Südosteuropa so stark verwurzelt ist. Kreuters Erklärungsansatz zielt auf die Lücken im christlich-orthodoxen Weltbild, welches besonders dem Totenkult kaum Beachtung schenkt. „Diese Lücken füllten die Menschen mit Versatzstücken aus dem viel älteren Volksglauben, da sich die orthodoxen Kirchen kaum mit Sterben und Tod auseinandersetzen“, erklärt Kreuter. Gegenwärtig spielt der Vampirglaube in den Balkanländern jedoch kaum noch eine Rolle, aber, so Kreuter weiter: “ Noch zu Beginn der 80´er Jahre wurde aus einer rumänischen Stadt berichtet, dass ein vampirähnliches Wesen umginge und das Öl von Fahrradketten leckte.“

VAMPIRE & CO

Adze:
Ein Vampirgeist, der in Südost-Ghana und Togo vorkommt. Dieses Wesen kann menschliche Körper in Besitz nehmen, und als Leuchtkäfer umherfliegen. Als Nahrungsquellen bevorzugt er das Blut von Kindern, Palmöl und Kokosmilch.

Alp (Alb):
Seine bevorzugte Opfer sind schlafende Frauen. Es wird als Geist eines kürzlich Verstorbenen beschrieben. Es ging das Gerücht um, das Kinder, deren Mütter zur Erleichterung der Geburt ein Pferdekummet tragen, würden sich in Alps verwandeln. Es gilt als nicht gewalttätig, kann aber seinen Opfern schweren Schaden zufügen. Er nimmt seine Nahrung auf, indem er entweder durch den Mund eindringt oder indem er sie aussaugt. Zu seiner weiteren Nahrung zählt auch Mutter- oder Kuhmilch. Der Alp ist nur sehr schwer zu besiegen, da es ein assoziiertes Wesen ist. Ein Mittel ist, vor dem Schlafengehen seine Schuhe so neben das Bett zu stellen, das die Spitzen nach außen zeigen.

Asanbosam:
Ein Vampir der in Ghana und in einigen Regionen der Elfenbeinküste gesichtet wurde. Die asanbosam sehen den Menschen zum Verwechseln ähnlich, mit den Ausnahmen, das er Zähne aus Eisen und hakenartige Fortsätze an den Beinen hat. Er jagt seine Opfer indem er sich ans Geäst hängt und darauf lauert drunterherlaufende Opfer zu fangen.

Aswang:
Eine in den Philippinen vorkommende Vampirspezies. Am Tage sehen sie wie schöne Frauen aus, doch in der Nacht verwandeln sie sich in fliegende Ungeheuer. Er nimmt seine Nahrung auf, indem er seine lange hohle Zunge durch Dachritzen steckt und den Schlafenden das Blut ablabt. Nach der Nahrungsaufnahme ist ihr Bauch so dick wie der einer Schwangeren. Wenn dieses Wesen den Schatten eines Menschen aufleckt, wird dieser bald sterben. Gegen dieses Untier schützt man sich am besten, wenn man sich mit Knoblauchsaft einreibt.

Bajang:
Ein malaysianischer, blutrünstiger Dämon, der das männliche Gegenstück der weiblichen langsuir darstellt. Der bajang entsteht im Körper eines Totgeborenen und kann von Zauberern und Hexen heraufbeschworen und für ihre Zwecke gehalten werden. Sie werden in einem Bambusbehälter gehalten und mit Milch und Eiern versorgt, damit sie sich nicht gegen ihren Herrn stellen. Sie werden in Form eines Marders losgeschickt um mysteriöse Krankheiten hervorruft, die zum Tode. Den Kindern gab man zum Schutz bestimmte Amulette.

Baobhan-Sith:
Ein blutsaugender Dämon, der in Schottland beheimatet ist. Er tritt in Form eines in grün gekleideten Mädchens auf und betört ihre Opfer bevor sie aussaugen.

Chordeva:
Eine vampirartige Hexe, die in den Bengalen vorkommt. Sie verwandeln sich in schwarze Katzen die sich in die Häuser von Toten schleicht und ihnen die Nahrung wegfrisst. Danach leckt sie den Opfern die Zunge, damit diese stirbt. Man erkennt dieses Wesen, indem sie auf unheimliche Weise miaut und sehr schwer zu erwischen ist. Denn einmal gefangen nimmt es seine menschliche Gestalt wieder auf und flüchtet. Früher wurden Frauen verbrannt, weil man angeblich in ihnen die chordeva erkannte.

Churel:
Es sind indische, vampirartige Rachegeister, die dann entstehen, wenn eine Schwangere am Tag des Devalifestes stirbt. Sie sind vorne weiß, hinten schwarze Scheuselige Wesen, die Strubbelhaare, Hängebrüste, spitze Zähne, wulstige Lippen und eine dunkelviolette Zunge besitzt. Sie hassen die Lebenden und werden gegenüber ihren Verwandten besonders gefährlich. Am besten verbrennt man sie zusammen mit einem Garnknäuel, damit sie beim Abspule des Garns ihre Verwandten vergessen.

Danag:
Ein philippinischer Vampir, das dem Inselvolk die wichtige Nahrungspflanze Taro brachte. Die Freundschaft ging entzwei, als ein danag einer Bäuerin erst eine kleine Wunde aufleckte und sie dann bis auf dem letzten Blutstropfen aussaugte.

Dearg-due:
Ein Untoter, auch „Roter Blutsauger“ genannt, den man traditionsgemäß dadurch bekämpfte, indem man die Gräber mit schweren Steinen abdeckte. Sie ist dafür bekannt, das sie mehrmals jährlich aus ihren Grab steigt und Männer ins Verderben schickt.

Doppelsauger:
Eine besondere Form des Nachzehrers, der auch unter Dubbelsüger, Dodelecker, Totenküsser oder Zwiesäuger bekannt ist. Sie waren vorher Säuglinge die nach der Entwöhnung doch noch gestillt wurden, weswegen ihre Lippen oder auch der agnze Körper nicht verwest. Sie zehren erst am eigenen Fleisch bevor sie noch lebende Verwandte heimsuchen. Um zu verhindern, das ein Doppelzehrer entsteht, wurde vor der Beerdigung die Haustürschwelle entfernt, weil dadurch dem Toten der Zugang versperrt wurde. Half das nichts, wurde der Leichnam ausgegraben und geköpft.

Empuse:
Ein blutrünstiges weibliches Schreckgespenst, welches der Lamia ähnlich sieht. Sie gehörte zur der Schar, das dem Gefolge der Göttin Hektate bildet. Als Nacht- oder Mittagsdämonin kann sie menschliche Gestalt annehmen.

Etemmu (Ekimmu):
Ein gefürchteter Totemgeist der assyrisch-babylonischen Kultur. Hierbei handelt es sich um eine Seele, die im Grab keine Ruhe findet. Die Entstehung ist vielfältig:
Gewaltsamer/unzeitiger Tod, Tod nach unerwiderter Liebe, Ertrinken, verhungern, Tod während der Schwangerschaft, unzureichende Totemspenden, Nichterfüllung der Bestattungsrituale oder Unterlassung der Bestattung.

Gayal:
Ein indischer Totemgeist, der ohne Nachkommen oder unverheiratet blieb, weshalb nicht, wie üblich, der Sohn die Bestattungszeremonie vollbringt. Deshalb bedroht er die Söhne der Bekannten, bis einer das Versäumte nachholt.

Ghul:
Ein leichenfressender Friedhofsdämon aus dem Islam, der ausschließlich in weiblicher Form erscheint. Sie lockt Menschen in den Tod, oder sie heiratet Männer, die entsetzt die kulinarischen Genüsse seiner Frau entdecken müssen. Sie kann Kinder bekommen und ekelt sich vor allerlei Speisen. Sie sind auch im fernen Osten bekannt, da man Geräusche, die in der Nähe von Gräber zu hören sind, als das Schmatzen des ghuls erklärt.

Impuldulu:
Ein in den Kapregion von Südafrika beheimateter Geist einer Hexe. Er erscheint seiner Herrin als schöner junger Mann und ist gleichzeitig ihr Liebhaber. Den Feinden bringt er en Tod, Impotenz und Krankheit. Es saugt Menschen wie Tiere aus und ist in der Lage, ganze Sippen zu vernichten. Er kann aber auch seiner Herrin gefährlich werden, wenn sie ihm Einhalt gebieten sollte. Ein nicht direkt weitervererbter impuldulu ist ein ishologu, ein herrenlose aber auch genauso gefährlicher Dämon.

Jigarknavar:
Eine Art Hexe oder Dämonin, die als „Leberfresserin“ bekannt ist. Ihr stechender Blick lässt Manschen in Ohnmacht fallen, so das sie ihnen die Leber entfernen und in einen Granatapfelkern verwandeln kann. Danach lagert sie den Kern in ihrer Wade und wenn der Organ gebraten wurde, musste das Opfer sterben. Die einzige Möglich ihn zu retten, besteht darin, dem Unwesen den Kern zu entfernen und dem Opfer zu essen geben.

Lamia:
Ein vampirartiges, weibliches Gespenst der griechischen Mythologie, dessen Name „Verzehrerin“ bedeutet. Laut einer Sage soll die erste Lamia eine libysche Prinzessin gewesen sein, die vom Zeus Kinder bekam. Die eifersüchtige Hera tötete diese Kinder weshalb die Lamia aus Rache, kleine Kinder raubte und verschlang. Sie kann ihre Augen aus den Höhlen nehmen die nach Opfern spähen, während sie selber schläft. Sie erscheint meist in Gestalt einer schönen Frau, die Männer verführt und dann aussaugt.

Langsuir:
Ein fliegender, weiblicher Vampir aus Malaysia. Sie entsteht, wenn eine Frau am Kinderbett stirbt oder wenn diese sich über den Tod eines totgeborenes Kindes grämt. Die Verwandlung zum Vampir dauert 40 Tage. Sie erscheint meist als ein in grün gekleidetes Wesen mit schwarzen, bis zu den Fersen reichendes Haar. Unter dem Haar verbirgt sich eine Öffnung, mit der sie das Blut von Kindern saugt. Um zu verhindern das ein langsuir entsteht, muss man dem Leichnam Glasperlen in den Mund, Eier in den Achselhöhlen und Nadeln in die Hände stecken, wobei sie am Fliegen verhindert wird. Einen langsuir kann man auch zurückverwandeln indem man ihr die Nägel stutz und die Haare in die Öffnung steckt. Sollte sie aber danach an Festen teilnehmen oder tanzen wird sie wieder zum Vampir.

Lilith:
Laut jüdischen Überlieferungen, die erste Frau Adams, die ihrem Gatten nicht untertan sein wollte. Sie lief ihm davon und wurde zur Strafe in eine Nachtdämonin verwandelt. Sie saugt den Männern Samen und Blut aus und stellt aus Hass Kindern nach, weil ihre eigenen Kinder böse und missgestaltet sind. Sie wird als Mischwesen zwischen Frau und Schlange beschrieben, die Fledermausflügel besitzt.

Lugat:
Ein albanischer Wiedergängertyp, der als grausiges Gespenst mit langen Fingernägeln erscheint. Mondfinsternisse sind nach einigen Sagen darauf zurückzuführen, dass ein lugat den Mond fraß. Die Gräber solcher Wesen füllte man mit Reisig und zündete es an. Als schlimmster Feind des lugat gilt der Wolf, der lugats verfolgt, ihnen ein oder beide Beine abbeißt, worauf der Übeltäter die Lebeden in Ruhe lässt.

Mandurugo:
Eine philippinische Vampirspezies, die tagsüber als schöne Frau Männer verführt und ehelicht. Trinkt sie nicht das Blut ihres Gatten, fliegt sie nachts herum um andere auszusaugen. Nach dem ersten Hahnenschrei kehrt sie zurück und verwandelt wieder in einem Menschen.

Neuntöter:
Nachzehrer, die früher Neugeborene mit Zähnen waren. Um eine Verwandlung zu verhindern, muss man eine Zitrone in dem Mund des Leichnams stecken oder den Kopf abschlagen.

Oni:
Ein im alten Japan besonders gefürchtetes Wesen, die Menschen entweder aussaugt oder verschlingt. Sie erscheint meist in Gestalt einer schönen Frau und zeigt ihre wahre Gestalt, ein Scheusal mit Strubbelhaar und blutroter Fratze, erst im letzten Augenblick.

Penanggalan:
Ein weiblicher, malaysischer Vampir, bestehend nur aus einem Kopf und dem daraus hängenden Eingeweiden. Sie jagt meist gebärende Mütter und kleine Kinder. Ursprünglich war sie eine Frau, die von ihrem Mann bei einer rituellen Bußübung überrascht wurde und deshalb ihren Kopf von den Schultern und ihre Eingeweide abriss und davonflog. Das Blut der penanggalan verursacht schlimme Wunden. Gebärende schützt man, indem man dornige Zweige an den Türen hängt, worin sich der penanggalan mit seinen Eingeweiden verfing.

Ramanga:
Ein lebender Vampir in Madagaskar beheimatet. Man bezeichnet so auch Menschen, die außerhalb der Gemeinschaft leben und unreine Arbeiten, wie Finger- und Zehennägel und Blut verzehren.

Strigoi:
Ein rumänischer, untoter Vampir. Seine Entstehung sind vielfältig, z.B. als siebenter Sohn geboren, mit der Eihaut geboren, schlechter Lebenswandel, Selbstmord oder Ledigbleiben. Man erkennt sie an ihren weit geöffneten, linken Auge. Um eine Verwandlung zu verhindern, stach man eine Sichel ins Herz, oder ein spezieller Wein. Strigoi haben blaue Augen, rotes Haar und zwei Herzen.

Talamaur:
Ein Vampir aus den Banks-Inseln. Er fügt den Lebenden Schaden zu, indem sie sich Verstorbene gefügig machen oder ihre Seele aussenden um an unbestatteten Leichen vorhandene Lebensessenz anzueignen, was man an kratzenden Geräuschen in der Nähe der Leiche erkennt. Wurde jemand als talamaur verdächtigt, musste er den Rauch von brennenden Blättern einatmen, bis er die Namen seiner dienstbaren Geister und potenziellen Opfern verriet.

Vircolac:
Ein Werwolf nach rumänischer Überlieferung, der wie der albanische lugat die Gestirne „auffrisst“, das heißt eine Sonne-/ Mondfinsternis bewirkt, indem er in einem tiefen Schlaf verfällt und dessen Geist über die Gestirne wandert. Es entsteht meistens, wenn ein Kind ungetauft verstorben oder von Gott verflucht ist. Diese Wesen zeigen sich meist in ihrer tierischen Gestalt, wie Hund oder mehrköpfigen Drachen oder als menschenähnliches Wesen mit bleichem Gesicht und schuppiger Haut.

Werwolf:
Auch “Mannwolf” genannt. In der Regel ein Mann, der sich zu bestimmten Zeiten ganz oder teilweise in einem Wolf verwandelt und Tiere und Menschen jagt. In Griechenland glaubte man, wenn man das Fleisch eines vom Werwolf zerrissenen Schafes aß, verwandelt sich in einem Vampir. Werwölfe sind aber verletzlicher als Vampire. Eine silberne Gewehrkugel tötet das Tier. Nach verbreiteten Vorstellungen verwandelt sich aber der getötete Werwolf in einen sehr viel resistenteren Vampir, welcher Fangzähne, behaarte Handflächen und die glühende Augen vom Werwolf übernimmt.

Wrukolakas:
Die bekannteste Vampirspezies Griechenlands. Der Name kommt aus dem slawischen und bezeichnet den Werwolf. Zu den üblichen Entstehung von Vampiren zählten die Griechen auch den Verzehr eines von Wölfen gerissenen Schafes. Der wrukolakas klopft nachts an den Haustüren und rufen die Bewohner beim Namen. Wenn er beim ersten Mal keine Antwort bekommt, geht er weiter ohne Schaden anzurichten. Das Opfer dieses Wesens verwandelt sich ebenfalls zu einem Untoten.

Der wrukolakas wird immer stärker wenn man ihn nicht schnell vernichtet. Dazu köpft oder pfählt man ihn. Dabei werden auch die Opfer der Bestie unschädlich.

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