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Voodoo – alles Zauber?

In der Neujahrsnacht wird an der Copacabana das große Macumba-Fest abgehalten. wobei weltliches, religiöses und magisches Gedankengut ineinanderfliessen. Es werden afrikanische Heidengötter angebetet, aber auch katholische heilige, mit denen sie jeweils identifiziert werden.Das Objekt der höchsten Verehrung ist die afrikanische Meeresgöttin Yemanja, die oft mit der Jungfrau Maria gleichgesetzt wird.

Diese Göttin wurde von den Sklaven des Yoruba-Stammes aus dem heutigen Nigeria nach Brasilien überliefert. In der mythologie der Yoruba galt Yemanja als sie Tochter des Himmels und der Erde. Sie heiratete ihren Bruder und zeugte mit ihrem Sohn eine ganze Sippe von Göttern und Göttinnen – darunter Shango, der Sturm und Donnergott ( der von den Macumbistas als Johannes der Täufer indentifiziert wird); Ogun, der Kriegsgott und Orishako, der Gott der Bauern der für die Landwirtschaft und die Fruchtbarkeit der Frauen zuständig ist. Der Name Yemanja leitet sich von den Yoruba begriffen für Mutter und Fisch ab. Sie gilt als“ die Mutter aller Fische“, als die Göttin der Meere und von allem was damit in Verbindung steht. Aus diesem Grund findet das Hauptfest der Macumbistats an einem Strand statt und die Opfergaben werden dem Wasser übergeben.

Kurz vor Sonnenaufgang begeben sich die Macumbistas an den Strand. Die meisten sind in weiß gekleidet – die Lieblingsfarbe der Yemanja – und bringen der Göttin Geschenke dar. Jeder steckt Kerzen in den Sand und sorgt dafür das diese vor dem Wind gut geschützt sind. Auch Geschenke werden verteilt, bevorzugt sind Spiegel und Duftflaschen, aber auch importierter Alkohol dient dazu die Götter gnädig zu stimmen. Dann werden mit starren Blick auf die Flammen die Wünsche ausgesprochen, wobei gilt je mehr Kerzen man mitgebracht und angezündet hat, desto höher die Wahrscheinlichkeit das sich der Wunsch erfüllt, denn Yemanja liebt den Duft von brennendem Wachs.


Die Anzahl der Kerzen ob gerade oder ungerade ist ebenso wichtig für das Wunschritual. Materielle Dinge erfordern eine gerade Anzahl an Kerzen, Liebesdinge oder Verwünschungen eine ungerade. Sobald alle kerzen angezündet sind erklingen die Trommeln und die Menschen beginnen zu tanzen.

Dabei kann es geschehen das die Trancetänzer jegliches Bewusstsein ihrer eigenen Identität verlieren. In diesem Zustand , hervorgerufen durch Trommelrhythmen, Tanzen, übersteigerte Atmung und einer göttlichen Hingabe laufen sie barfuß über Glasscherben, stechen sich lange Nadeln in die Wange oder trinken innerhalb weniger Minuten mehrere Faschen Zuckerrohrschnaps leer – und alles ohne irgendwelchen Folgen davon zu tragen.

Doch diese eher friedvoll anmutende Geisterreligion hat auch eine dunkle Seite: Bei der Quimbanda handelt es sich um das Vodoo Gegenstück zur schwarzen Magie und wer diser kundig ist soll in der lage sein seinen Feinden mitunter erheblichen Schaden zu zufügen. Eine beliebte Technik ist z.B „alle Wege abschneiden“, den mittels dieses Zaubers bleiben dem Opfer alle Weg zum Glück ( gleich ob materiell, gesundheitlich oder in der Liebe) vollkommen versperrt.

Nach dem Verständnis des Voodoo gibt es keine strenge Trennung zwischen Leben und Tod.
Geister der Ahnen sind präsent – und es ist ratsam sie mit regelmäßigen Opfergaben gnädig zu stimmen. Nach den verschiedenen Opferungen und Waschungen kann dann wieder mit ganzer Kraft das tägliche Leben gemeistert werden. Durch die Zeremonie ist die Ausgewogenheit der Kräfte und die Gunst der Ahnen und Götter wieder gesichert. Was gleich aussieht ist gleich. Wie im Kleinen, so im Grossen. Das ist das Grundgesetz im Voodoo. Wenn man eine getreue Nachbildung von etwas hat, hat man somit die Kontrolle über das Objekt.

Jeder Voodoo-Gott hat zwei Seiten. Eine wohlwollende, liebevolle und gütig gestimmte Seite und eine wütende, zornige und zerstörerische Seite. Im Rada-Ritus werden nur die guten Seiten der Götter angerufen, im Petro-Ritus allerdings die sogenannten bösen, zerstörerischen Seiten der gleichen Götter.

Mystik und Magie
In allen antiken Gesellschaftssystemen, auch dem ägyptischen, nahm die Magie einen wichtigen Stellenwert ein.
Man betrachtete die Magie als eine Art „Prisma“, das alles widerspiegelte, d.h. die Magie war das Vorhersageinstrument für das Wissen und die Beherrschung der Umwelt.
Außerdem fungierte die Magie als Begriffssystem zur Regulierung der menschlichen Beziehungen
zur Natur und damit der Humanität. Im besonderen sind davon verschiedene „Tabus“ betroffen, d.h. Restriktionen und Verbote. Obwohl sie in den meisten Fällen akzeptabel waren, konnten sie nur als magischinterpretiert werden. Es existierten „Tabus“ für einige Lebensmittel, für bestimmte Gegenstände, Landstriche, Wörter usw.

Eines der lebhaftesten Beispiele verbaler Tabus ist das Verbot, die Namen bestimmter Lebewesen auszusprechen. Man nahm an, daß ein Dämon, wenn man seinen richtigen Namen ausspräche,. erscheinen und denjenigen töten würde, der seinen Namen ausgesprochen hätte. Außerdem befürchtete man, daß Menschen Macht und Kontrolle über jemand erhielten, wenn sie seinen Namen kennen würden. Deswegen versuchten die Menschen stets, ihre Namen vor denen zu verbergen, die ihnen gefährlich werden konnten, d.h. vor Feinden oder Fremden.
Für den Fall, daß der Name getötet würde, könnte auch der Namenseigner in der Welt der Toten Verletzungen davontragen.
Unter diesem Blickwinkel ist eine der Mythen über Isis interessant, in der sie als grausame Magierin dargestellt wird. Isis strebte danach, den Sonnengott Ra zu beherrschen. Als er einmal auf die Erde spuckte, schuf sie aus seiner Spucke und seinem Schleim eine Schlange. Die Schlange biß Ra und der Schmerz war dermaßen stark, daß er die Götter der Iunu um Hilfe anflehte.

Doch niemand außer Isis, die das Geheimnis der Schlangenerscheinung kannte, konnte ihm helfen. Sie erklärte sich bereit, Ra zu heilen, wenn er ihr seinen richtigen und geheimen Namen anvertraute, denn auf diese Weise würde sie die Herrschaft über Ra erhalten.
Ra berichtete Isis, daß er verschiedene Namen hätte, bei Sonnenaufgang wäre sein Name Hepri, bei Tage hieße er Ra und in der Dämmerung Atum. Isis wurde ärgerlich und beharrte darauf, seinen richtigen Namen
zu erfahren. Als seine Schmerzen fast unerträglich wurden, gab Ra Isis seinen wirklichen Namen, und damit sein Wesen preis. Isis befreite Ras Körper von dem Gift, indem sie seinen richtigen Namen laut ausrief. So heilte Isis den Sonnengott und versprach, seinen Namen einzig und allein Horus anzuvertrauen.

Die alten Ägypter beteten eine besondere Gottheit an, deren Kult aus der Stadt Hemenu stammt, die im griechischen, nach dem Gott Hermes, Hermoplis genannt wird. Bei den Ägyptern wurde dieser Gott Thot genannt. Ihm werden die Erfindung der Schrift, des Zählens und des Kalenders zugeschrieben. Thot galt als der Erschaffer des heiligen „Buchs vom Atem“. Er sollte die Seelen der Toten auf ihrem Weg in die Totenwelt zum Gericht von Osiris begleiten und beschützen. In diesem Zusammenhang wird Thot der Besitz eines besonderen Geheimwissens zugeschrieben, welches ihm Macht über die übernatürlichen Kräfte verlieh. Daher verehrte man ihn auch als den Gründer der Magie. Er führte auch die Hieroglyphenschrift ein, die die ersten Geschichts- und Mythen-Schreiber benutzten. Thot galt als das Abbild der Vereinigung überlieferter Mythen mit der Magie.

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