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Die walisischen Götter

Die walisischen Götter entsprechen denen des irischen Pantheons. Als Ursache hierfür werden zwei verschiedene Gründe angenommen. Zum einen ist es möglich, daß irische Siedler ihre Glaubensvorstellungen mit nach Wales brachten. Zum Andern könnten die Gemeinsamkeiten der irischen und walisischen Götterwelt auf eine gemeinsame Wurzel zurück zu führen sein.
Im walisischen gab es zwei Göttergeschlechter. Das von Don war matriarchalisch und die zu diesem Geschlecht gehörigen Figuren waren mit göttlichen Eigenschaften ausgestattet. Das Geschlecht des Meeresgottes Llyr war patriarchalisch geordnet und mit eher menschlichen als göttlichen Zügen versehen. Beide Göttergruppen wurden vereinigt als Dons Tochter Penardun den Meeresgott Llyr heiratete.


Llyrs Kinder
Dies ist eine Gruppe walisischer Götter, die neben den Kindern Dons existieren. Repräsentiert werden sie im wesentlichen von drei Personen: Benedigeidfran, Branwen, und Manawydan, die im Mythos „Branwen Llyrstochter“ auftauchen.


Dons Kinder
Auch sie sind eine Gruppe von walisischen Göttern, die den Kindern Llyrs zunächst gegenüber stehen. Zu ihnen gehören Gwydion und Arianrod sowie deren Söhne Dylan und Llew. Man setzt sie den irischen Tuatha de Dannan gleich.


Arianrod
Sie ist die Göttin der Dämmerung. Sie hatte zwei Söhne. Dylan war ein bedeutender Meeresgott. Ihr zweiter Sohn Llew wurde ihr bereits im Kindesalter von Gwydion weg genommen und aufgezogen. Sie könnte Bestandteil eines früheren Mond-oder Göttinenkultes gewesen sein. Nach ihr war das Sternbild Nördliche Krone benannt: Caer Arianrod.


Beli
Er ist ein Götterheld und erwarb sich Verdienste im Kampf um das Land. Er ist ein Gatte von Don und durch sie unter anderem der Vater von Arianrod.


Bendigeidran/Bran
Man kennt ihn auch unter dem Namen „Bran der Gesegnete“. Er wird als Riese dargestellt, der durch die irische See schreitet, denn kein Schiff ist groß genug um ihn zu transportieren. Er ist der Sohn des Meeresgottes Llyr und wahrscheinlich ein Gott der Anderwelt., aber auch ein britischer König, der sich um die Belange der Menschen kümmert. Er wurde schließlich durch einen vergifteten Pfeil getötet.


Branwen
Sie ist die Tochter des Meeresgottes Llyr, die Schwester von Bran (Benedigeidfran) und Manawydan, sowie die Halbschwester von Efnisien.
Sie wurde mit Matholwch, einem Hochkönig Irlands verheiratet, der sie mit in seine Heimat nahm. Sie gebar ihm einen Sohn, den sie Gwern nannte. Später kam es zu Streitigkeiten zwischen Iren und Briten und Branwen wurde gezwungen ihre Stellung als Königin aufzugeben. Ihr Bruder Bran setzte sich darauf hin mit einem Heer in Richtung Irland in Bewegung.


Don
Don ist die walisische Muttergöttin eines matriarchalischem Göttergeschlechtes. Sieh hatte eine Reihe von Kindern, die öfter über die Stränge schlugen. Im laufe der Zeit ging Don eine Verbindung mit Beli ein, aus der auch ihre Kinder stammen. Später war sie die Gattin von Math. Ihre Kinder ordnete man jedoch immer nur ihr zu und sie trugen auch ihren Namen. Dennoch war es Math der unter ihnen Recht sprach. Nach einigen dieser Kinder wurden auch Sternenkonstellationen benannt (z.Bsp.: Caer Arianrod = Nördliche Krone). Zu ihnen zählen Gwydon, Amaethon und Arianrod. Don entspricht der irischen Göttin Dan.


Dylon
Sein Name bedeutet „Sohn der Welle“. Er war ein walisischer Meeresgott, der Sohn von Arianrod und Gwydion. Kurz nach seiner Geburt sprang er aus den Armen seiner Mutter ins Meer und schwamm dort wie ein Fisch. Der Gott der Schmiedekunst Govannon war sein Onkel, der ihn später tötete. Das Meer liebte ihn so sehr, daß es weinte bei seinem Tod. Sein Todesstöhnen kann man noch heute im Getöse des Meeres bei Flut hören.


Gwyndion
Er ist der walisische Gott des Krieges, der Dichtkunst und der Unterwelt. Er ist ein Sohn der Göttin Don und der Gatte von Arianrhod. Er lieh der Milchstraße seinen Namen, denn in keltischer Zeit nannte man sie Caer Gwydion, was „Weg der Toten“ bedeutet.
Über diesen Gott gibt es viele Berichte, die sein Wesen und seine Taten umfangreich und komplex machen. Er gilt als besonders heldenhaft. Einer der berühmtesten Mythen berichtet darüber wie er Pryderi, den Sohn des Herrn der Unterwelt (Pwyll) und der Göttin Rhiannon erschlug.
Da er diesen Sieg jedoch mit magischen Mitteln errang, was als unredlich galt, wurden gegen ihn von Math eine Reihe harter Strafen verhängt.
Im keltischen Glauben galt es als niederträchtig, wenn jemand mit okkulten Gaben, sich durch diese Fähigkeiten einen Vorteil gegenüber denen verschaffte, die in dieser Hinsicht weniger befähigt waren.


Gwyn ap Nudd
Am ehesten könnte man ihn mit dem griechischen Gott Hades vergleichen. Man bezeichnet ihn auch als den „Wächter der dunklen Pforten“, der den Weg ins Totenreich bewacht oder auch als „Jäger der Nacht“. Eine konkretere Beschreibung seiner Bedeutung konnte ich leider nicht finden.


Llew
Llew ist ein Gott der walisischen Kelten, der dem Gott Lugh der Iren entspricht. Er ist einer der Nachkommen der Göttin Don und ein Sonnengott. Sein vollständiger Name ist Llew Llaw Gyffes. Geboren wurde er von der Göttin Arianrod. Jedoch wurde er nicht von ihr großgezogen, sondern von Gwydion, obwohl dieser nicht sein Vater war.


Llyr
Er entspricht dem irischen Lir. Er ist der alte respektierte Meeresgott, der jedoch den Großteil seiner Fähigkeiten seinem Sohn Manawyddan übergab.


Manannan
Anders als bei den irischen Kelten ist Manannan bei den Walisern ein Gott der Bauern und Schuhmacher. Er ist der Sohn von Llyr, der Bruder von Bran und der Gatte von Rhiannon. Angeblich wurde die Festung Annoeth von ihm aus Menschenknochen errichtet.


Manawyddan
Dieser walisische Meeresgott gilt auch als der Gott der Verzauberung, der später die Pferdegöttin Rhiannon heiratete. Einer späteren Legende zufolge, wurde er von Casswallawn, einem Sohn Belis, besiegt. Auch er war ein Zauberer und besaß zudem einen unsichtbar machenden Umhang.


Match
Er war der Gott des Besitzes und der Bereicherung und der Gatte von Don. Er wird nicht als bedeutender Unterweltsgott beschrieben (wie Pwyll oder Pryderi), dennoch gilt er als solcher.


Pryderi
Er war der Nachfolger seine Vaters Pwyll als Herrscher über Dyfed und die Unterwelt.


Pwyll
Er ist der Herr über die Region Dyfed (Südwestengland). Einem Mythos zufolge besucht er einmal Annwn, die Unterwelt. Dort nimmt er eine Zeit lang den Platz des Königs Arawen ein und herrscht für ein Jahr und einen Tag. In dieser Zeit tötet er Arawens Feind Hafgan und erwirbt sich so den Namen Pen Annwn (Haupt Annwns). Später heiratet er die Göttin Rhiannon und zeugt mit ihr einen Sohn namens Pryderi. Man setzt ihn mit Pelles aus der Artussage gleich.


Rhiannon
Rhiannon ist die walisische Pferdegöttin. Ihr erster Ehemann war Pwyll, der Herr der Unterwelt. Als dieser sich wegen Kinderlosigkeit von ihr trennen wollte, bat sie ihn um ein weiteres Jahr Zeit und gebar schließlich einen Sohn. Durch Verleumdung beschuldigte man sie, das Neugeborene getötet zu haben. Man erlegte ihr deshalb schwere Strafen auf. Lange Zeit später kam die Wahrheit jedoch ans Licht und Rhiannon und ihr Sohn Pryderi fanden wieder zusammen.
In zweiter Ehe war Rhiannon mit Manawyddan verheiratet.
Sie gilt auch als Nebenform der gallischen Pferdegöttin Epona. Ihre Verbindung zu Pferden wird im Mabinogion beschrieben. Dort hieß es sie habe ein geheimnisvolles Reittier, mit dem es kein Pferd aufnehmen konnte.


Amaethon
Amethon war ein keltischer Agrargott der Waliser. Er ist ein Sohn der Göttin Don. Sein Name bedeutet „großer Ackermann“.
Einer Legende nach soll er von Arawn, dem Herrn der Anderwelt, einen Jagdhund, einen Hirschen und einen Vogel gestohlen haben. Damit löste er den Cad Coddeu (die Schalcht der Bäume) aus. Amaethons Bruder Gwydion verzauberte die Bäume in Krieger, damit sie in der Schlacht kämpfen konnten.

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