Login
Neueste Kommentare
Mondphase
MONDPHASE
Zufallszitate
"Einen Regenbogen, der eine Viertelstunde steht, sieht man nicht mehr an." (Johann Wolfgang von Goethe)
Unterstützen
Counter

Werwölfe

WerwolfFür die einen ist die Verwandlung des Menschen in ein Tier eine einfache Geisteskrankheit, viel mehr die Vorstellung sich in eine Bestie zu verwandeln, für die anderen eine grausige Vorstellung und für nur wenige ein Wunschtraum. Die Psychologen sprechen hier von Atavismus, halten den Werwolf für ein mythisches Wesen und den Lykanthropen (Fachbezeichnung der Geisteskrankheit= Wolfsmensch auf grieschich) für einen Geisteskranken. Andere sagen, er kommt von dem legendären König Arkadiens, Lykon. Er versuchte, Zeus zum Verspeisen von Menschenfleisch zu bewegen, durch eine List und wurde zur Strafe in einen Wolf verwandelt.

Es gab einst einen alten griechischen Kult, der alljährlich am Berg Lykäus abgehalten wurde und bei dem das Opfer der Priester auch Menschenfleisch enthalten haben soll.

Die Römer glaubten ebenfalls, dass ein Mensch sich mit Hilfe von Zaubersprüchen und rieten in einen Wolf verwandeln konnte. Dieser Glaube zeigt sich in den Mythen vieler Weltkulturen, wobei jeweils das gefährlichste Tier des Lebensraumes in Verbindung mit Verwandlungen gebracht wird. Tiger, Hyäne, Leopard, Katze, Bär oder eben Wolf. Für die amerikanischen Indianer ist der „skinwalker“ (einer der sich in Tiereverwandeln kann, meist Schamanen) immer noch fester Bestandteil ihrer Riten.

Im Europa des 16. Jahrhunderts war der Werwolfglaube weit verbreitet. Ein Mensch verwandelte sich unter dem Einfluss des Vollmondes in einen Wolf, streifte dann durch die Wälder, tötete Menschen und Vieh. Wie beim Vampir ist der spuk am Tage vorbei. Man sagte, dass Werwölfe nach ihrem Tode zu Vampiren wurden manchmal auch andersrum. Ihnen wurden Unwetter und Epidemien zur Last gelegt. So, wie die Anklagen wegen Hexerei zunahmen, stieg auch die Anzahl der Anklagen wegen

Verwandlungen in Bestien.
Es gibt verschiedene Arten der Verwandlung. Zum einen können sich Menschen aus eigenen Stücken oder Zaubersprüche, in einen Wolf verwandeln, zum anderen täte er dies mitunter unfreiwillig durch den Einfluss des Mondes oder durch einen Biss eines anderen Werwolfes. Für Gelehrte ist es Wahnsinn.

Verwundete man einen Werwolf, so mussten sich diese Wunden auch am menschlichen Körper wieder finden lassen, ist aber bislang nicht nachgewissen worden. Allerdings sind die Beschreibungen aus alten Zeiten (Mittelalter) nicht den der Filmindustrie gleich. Frühere Beschreibungen stellen den Werwolf als richtigen Wolf da, der auf vier Pfoten läuft und von normalen Wölfen nicht unterschieden werden kann.

Hier einige Fälle, die ich auf Internet Seiten gefunden habe (ob sie wahr sind weiß ich nicht)

Fall 1:
Ein Adliger befand sich 1558 auf der Jagd, als er von einem Wolf angefallen wurde. Im Kampf hieb er ihm eine Pfote ab und steckte sie als Andenken in seinen Rucksack. Auf dem Rückweg machte er bei seinem Nachbarn Rast, holte die Trophäe aus dem Rucksack. Es war eine Frauenhand mit einem goldenen Ring an einem Finger, den der Nachbar als den seiner Ehefrau identifizierte. Er eilte hinauf ins Schlafgemach seiner Frau und fand sie, wie sie gerade versuchte, den blutigen Stumpf ihrer Hand zu verbinden.

Fall2:

Die Behörden der französischen Stadt Dôle gaben am 13. September 1573 ihre Einwilligung zu der Jagd auf einen Werwolf, nachdem man viele Kinder tot und teilweise aufgefressen gefunden hatte. Man jagte Gilles Garnier, einen Einsiedler. Zwei Monate später hörten die Dorfbewohner Schreie eines Kindes und das Knurren eines Wolfes. Sie fanden ein Schwerverletztes Mädchen und sahen einen großen Wolf davoneilen. Sechs Tage danach verschwand ein 10 Jahre alter Junge. Die aufgebrachten Dorfbewohner überfielen die Hütte des Einsiedlers, warfen ihn und seine Frau ins Gefängnis. Garnier legte 2 Geständnisse ab. Er wurde am 18. Januar 1574 lebendig verbrannt.

Als 1598 Jäger die Wälder um die französische Stadt Angers durchstreiften, fanden sie die zerstückelte Leiche eines Jungen. Sie näherten sich vorsichtig dem Körper und sahen dabei zwei Wölfe im Dickicht verschwinden. Die Jäger folgten ihnen, aber sie fanden keinen Wolf, sondern einen hageren großen Mann mit verwahrloster Kleidung, verwilderten Haaren und klauernartigen Fingernägeln, zwischen denen Fleischfetzen hingen. Der Mann war ein Landstreicher namens Jacques Roulet und man stellte ihn in Angers vor Gericht. Dort wurde geprüft, ob er, wie er selber sagte, ein Werwolf, oder ein Lykanthrop, also ein Geisteskranker war. Für die damalige Zeit fiel das Urteil milde aus: 2 Jahre Irrenhaus.

Pierre Gandillon: Er war ein einfacher Landarbeiter, der in den Jurabergen um 1598 lebte. Er wurde beschuldigt, am Hexensabbat in Wolfsform teilzunehmen.

Um 1603 stellte sich der 14 Jahre alte Schafshirte Jean Grenier den Behörden und gab freimütig zu, 50 Kinder ermordet zu haben. Ein Nachbar habe ihn dem „Lord des Waldes“ vorgestellt, der ihm eine Salbe und ein Wolfsfell gab. Er brachte den Gerichtssaal zum Lachen. Das Gericht bescheinigte ihm eine niedrige Intelligenz und schickte ihn in ein Kloster, wo er völlig stumpfsinnig wurde.

Zwischen 1520 bis 1630 wurden mehr als dreißigtausend Werwolf-Fälle gemeldet.

Fall3:
Es begann im Jahre 1764. Die meisten Einwohner des Dorfes Gévaudan waren Bauern und Schafshirten und drei Jahre sollte sie die Bestie in Angst und Schrecken versetzen. Das erste Opfer, eine junge Frau, entkam nur knapp. Handelte es sich um einen besonders großen Wolf? Die Bestie griff nur die Schwächsten an. Frauen, Kinder und Männer, die ihre Herde alleine auf die Weide trieben. Die Menschen schlossen sich in ihren Häusern ein und vermieden es, alleine das Vieh zu hüten oder in den Wald zu gehen.

König Ludwig XV entsandte 1765 einen Wolfsjäger in die Gegend, doch die Bestie war klug und kannte sich aus. Sie versteckte sich in Schluchten und schüttelte die Verfolger im Dickicht des Waldes ab. Auf der Flucht vor ihren Häschern zerfetzte sie alle, die sich ihr in den Weg stellten.

Als der große Jahrmarkt im Jahre 1765 stattfand, hielt man die Bestie für tot, bis sich am Dorfesrand die Leiche einer Frau fand, deren Kehle durchbissen worden war. Die Kirche sprach vom „Boten des Teufels“, der die Menschen für ihre Sünden bestrafte.

Im Herbst hielt das Morden an, im Winter jedoch verschwanden weniger Menschen und man dachte, die Bestie sei ihren Wunden erlegen. Das Morden ging im Frühling erneut los, schlimmer denn je. Am 19. Mai 1767 tötete ein Adliger die Bestie.

So treten Werwölfe auf:

Mensch: Seine normale Tagesform. So lebt der Werwolf ein ganz normales Menschen leben, wie du und ich!

Film-Werwolf: Das ist die klassische Filmform, soll aber auch schon in der Natur vorgekommen sein. Roms Gründer sollen die Erfinder dieser Form sein, laut legenden, wurden sie von Wölfen großgezogen und haben sich zur Anpassung Wolfsfelle auf den Rücken geschnallt haben.

Wolf: Das ist die Form alter Beschreibungen. Er unterscheidet sich nicht, von normalen im Waldlebenden Wölfe.

Aber es gibt nicht nur Werwölfe:

Berserker: Nordische Krieger hüllten sich in das Fell der von ihnen erlegten Bären, weil sie glaubten, dass so die Kraft des Tieres auf sie überging. Daher die Bezeichnung „Berserker“.

Afrikanische Leopardenmenschen: Sie hingen sich Felle um und töteten bis in unsere Zeit zahllose Menschen mit einer dreizackigen Eisenkralle. Sie glauben Leoparden zu sein, so wie es der Fall bei Werwölfen ist.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.