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Zionismus

Der Begriff „Zionismus“ wird meist mit der Person des Theodor Herzl in Verbindung gebracht. Jedoch reichen die Wurzeln dieser jüdischen Nationalbewegung, die sich nach dem Jerusalemer Tempelberg nennt, sehr viel weiter zurück. Fromme Juden unternahmen seit dem 12. Jahrhundert Pilgerreisen zu ihren Heiligtümern im verlorenen Eretz Israel. Während der osmanischen Herrschaft wurde das Gebiet zur osmanischen Provinz Palästina. Berichte der Rückkehrer über die dortigen Judengemeinden bewogen Moses Montefiore (1784-1885), sich mit praktischen Plänen zur Ansiedlung der besonders in Russland grausam verfolgten jüdischen Minderheit im „Land der Väter“ zu befassen. Montefior machte seinen Einfluss geltend und konnte so reiche Juden für ein Ansiedlungsprojekt und den Landerwerb gewinnen, um den verfolgten Glaubensbrüdern in Rußland zu helfen. Unterstützt wurde die Zionistenbewegung auch von christlichen Kreisen und der russisch-jüdischen Chowewe Zion (Zionsfreunde). Arabische Großgrundbesitzer verkauften den jüdischen Philantropen beträchtliche Teile ihrer teilweise verwahrlosten Ländereien für Siedlungszwecke.
Der Zionismus“ zählt zu den Topoi der Antisemiten, die diese Bewegung mit einer „Weltverschwörung“ in Zusammenhang bringen, mit dem Weltjudentum, aber auch mit Terrrorismus, Bolschewismus und Kommunismus.

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie:
„Der Zionismus ist eine während der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert entstandene jüdische National-Bewegung, die sich für das Recht der Juden auf einen eigenen Staat einsetzte. Der Zionismus entstand unter den Ost- und Mitteleuropäischen Juden. Er sieht sich selbst als die moderne Form des jahrtausende alten Traums der Juden von Freiheit und einem eigenen Staat im Land Israel. Diese Idee gibt es in der jüdischen Gemeinschaft schon seit das römische Reich das Land Judäa vor 2000 Jahren zerstörte. In den Anfängen war der Zionismus religiös geprägt und oft mit starken sozialistischen Einflüssen; später erweiterte sich seine Basis.

Es gibt, auch wenn viele das glauben, keine offizielle zionistische Organisation mit einheitlicher politischer Zielsetzung, die von allen Juden getragen wird. Es existieren viele verschiedene zionistische Gruppen, die jede für sich eine politische, soziale und religiöse Position vertreten. Sie alle kooperieren unter dem Dach der „World Zionist Organisation“.

Der Beginn des modernen Zionismus wird oft auf Theodor Herzls Schrift Der Judenstaat (1897) festgelegt. Darin fordert er einen jüdischen Staat entweder in Argentinien oder Palästina. Frühe Zionisten waren nicht der Ansicht, dass dieser Staat unbedingt in Palästina liegen sollte. 1905 wurde auf dem Zionistischen Kongress über diese Idee (Uganda-Vorschlag genannt) abgestimmt und dagegen entschieden. Als Antwort darauf spaltete sich die Jüdische Territorial-Organisation unter der Führung von Israel Zangwill von der zionistischen Hauptbewegung ab. Sie versuchten, ein jüdisches Heimatland zu formen, egal wo, ließen aber nach der Balfour-Deklaration von ihrem Vorhaben ab und wurden 1925 aufgelöst (vgl. http://www.wzo.org/il/home/movement/uganda.htm).

Bis zum Massenmord an Juden während der Zeit der Nationalsozialisten war der Zionismus nur eine kleine Strömung innerhalb des Judentums. Aufgrund der Erfahrung während des Holocausts, dass kein Staat der Erde den Juden geholfen oder ihnen Zuflucht gewährt hatte, erfuhr der Zionismus eine gewisse Anerkennung.“

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